Mit App für Gemeinden einsetzen

Seit Oktober gibt es eine App mit News aus Würenlos, seit Frühjahr für Wettingen. Initiiert und umgesetzt wurde sie von den Würenlosern Petra und Jürgen Berger.

Petra und Jürgen Berger mit ihren beiden Apps.Foto: bär
Petra und Jürgen Berger mit ihren beiden Apps.Foto: bär

«Nun werde ich mich in anderer Form für Würenlos einsetzen», sagt Petra Berger, nachdem sie bei den letzten Wahlen den Sprung in den Gemeinderat nicht geschafft hatte.

Zusammen mit ihrem Mann hat die Primarlehrerin ihre Aussage nun umgesetzt und eine App auf den Markt gebracht. Damit kann man sich über Würenlos respektive Wettingen informieren lassen. Man findet Neuigkeiten und Termine aus der Gemeinde und der Region sowie Informationen aus Gewerbe und Vereinen. Auf Wunsch wird man per Push-Mitteilung beispielsweise an die Gemeindeversammlung oder den Altpapiersammeltag erinnert. Umgesetzt und programmiert wurde sie von Jürgen Berger, der als Selbstständigerwerbender in der Informatikbranche arbeitet.

Auf der App solle man sich schnell informieren können. Die Beiträge seien bewusst knapp und aufs Wesentliche gehalten verfasst. Will man mehr Informationen, wird man auf entsprechende Homepages verwiesen. Warum soll man sich nicht gleich direkt auf der Homepage informieren? «Das Handy hat man immer dabei und trotzdem muss man nicht online sein, um die Informationen abzurufen», sagen Bergers einstimmig. Man wolle auch keine Konkurrenz zu gedruckten Medien sein: «Wir können und wollen nicht so lange Berichte machen, wie sie in der Zeitung stehen.»

Laut Bergers haben sich bis Mitte August 1581 Personen die Regio-App von Würenlos und 1147 von Wettingen heruntergeladen. Seit Oktober 2013 sei die Würenloser App über 140000 Mal und seit Frühling die Wettinger knapp 30000 Mal besucht worden.. Die Zahlen sind nicht WEMF-beglaubtigt. «Sie wurden von netmetrix, einer unabhängigen Schweizer Instanz für die Internet-Nutzungsforschung, erhoben», so Bergers.

Bergers sehen in der App grosses Marktpotenzial. «Wir sind auch auf die Gemeinden zugegangen, es ist aber keine Zusammenarbeit entstanden, wir arbeiten unabhängig.»

«Wir werden mit unserem Internet-Provider eine eigene, nicht kommerzielle APP realisieren», begründet der Wettinger Gemeindeschreiber Urs Blickenstorfer. Für die Gemeinde sei es wichtig, dass die Inhalte korrekt und aktuell seien. «Wir wollen auch nicht, dass Vereine und Gewerbe für die Publikation zahlen müssen.»

Damit die APP in zwei, drei Jahren rentiert, sind Bergers Publikationen kostenpflichtig. Im Moment stecken die Würenloser noch viel Freizeit und Herzblut in ihr Projekt. «Wie die Arbeit als Gemeinderat ist auch dies gemeinschaftsbildend. Mich interessiert, was im Dorf läuft», begründet Petra Berger.

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