Kunstrasen: Vereine wehren sich

Der Flyer der Referendumsbefürworter enthalte Fehler, sagen Vereinsverantwortliche. Sie wollen einige Dinge richtigstellen.

Das Referendumskomitee sammelt Unterschriften bis zum 4. Juli und möchte, dass alle Stimmberechtigten in Würenlos Gelegenheit haben, an der Urne darüber zu befinden. Das sei ein demokratisches Recht, schreiben die beiden Vereine SV Würenlos und Rugby-Club Würenlos in der gemeinsamen Stellungnahme auf der Website des Fussballclubs. Gleichzeitig müssten sie aber unkorrekt getätigte Aussagen des Referendumskomitees kommentieren. Dass der Platz nur für Fussball und Rugby genutzt werden dürfe, sei falsch, erklärt Daniel Zehnder. «Dass Gemeinderat Lukas Wopmann an der Gemeindeversammlung dies ausgeführt hat, war unglücklich. Wir haben es leider verpasst, an der Versammlung direkt auf diese Ausführungen von Lukas Wopmann zu reagieren», so Zehnder weiter. Bislang sei diese Thematik in den verschiedenen Kommissionen und Arbeitsgruppen nie besprochen worden. «Für uns Sportvereine ist es selbstverständlich, dass der Kunstrasen von allen genutzt werden kann, und fänden eine Beschilderung analog derjenigen vom Sportplatz Herrenschürli in Zürich Stettbach zweckmässig.» Es brauche aber ein klares, abgesprochenes Nutzungsreglement.

Kosten klar dargelegt

Des Weiteren weist Zehnder darauf hin, dass das Referendumskomitee mit den Zahlen zu den Kosten sehr salopp umgegangen sei. «Die 3,84 Mio. Franken basieren auf einem detaillierten Kostenvoranschlag, die 400000 und 100000 Franken sind gesichert, wenn bis Ende 2027 die Bewilligung vorliegt.»

Das Komitee bemängelt, dass etwa die Variante mit einem Kunstrasenplatz im Ländli nicht in die Planungen miteinbezogen worden sei. Dem widersprechen die Vereine: «Eine übergeordnete Sportplatzplanung der Gemeinde aus dem Jahr 2015 hat den Bedarf eines zweiten Sportplatzes im Tägerhard klar ausgewiesen. Auch die Realisierung eines Kunstrasenplatzes im Ländli ist selbstverständlich gründlich erwogen worden, entfällt aber aufgrund der bekannten rechtlichen Ausgangslage in dieser Zone», heisst es in der Stellungnahme. Ein Kunstrasenplatz sollte möglichst intensiv genutzt werden können, betriebliche Einschränkungen müssten so weit wie möglich vermieden werden. «Kommt es durch das Referendum zu einer Neuplanung, ist es aufgrund des vorgelagerten Bewerbungsverfahrens unwahrscheinlich, dass die 400000 Franken aus dem Swisslos-Sportfonds auch im Ländli gesprochen würden», heisst es weiter.

Zum Schluss schreiben die Vereine unter anderem: «Wir haben in Würenlos vielfältige und schmerzliche Erfahrungen damit gemacht, Entscheide bis zur Verunmöglichung in die Länge zu ziehen. Die Zeit ist reif für eine Erweiterung der Sportanlagenkapazitäten.» (LiWe/zVg)

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