Keinen Schuldenberg hinterlassen

«Erfreulicherweise haben wir schon im Vorfeld Fragen zu den Traktanden erhalten», eröffnete Gemeindeammann Hans Ulrich Reber am 9. Dezember die Gemeindeversammlung, das zeige das Interesse an der Gemeindepolitik. Von diesem Interesse zeugten auch die 204 anwesenden Stimmberechtigten.

«Es ist noch nie vorgekommen, dass so viele Personen das Gemeindebürgerrecht ersuchen», kommentierte Gemeindeammann Hans Ulrich Reber die zwölf Einbürgerungsgesuche, die alle angenommen wurden. Foto: ska ]]>
«Es ist noch nie vorgekommen, dass so viele Personen das Gemeindebürgerrecht ersuchen», kommentierte Gemeindeammann Hans Ulrich Reber die zwölf Einbürgerungsgesuche, die alle angenommen wurden. Foto: ska ]]>

Nach der Protokollgenehmigung folgten als Novum Informationen der Gemeinderäte über die Aufgaben und Leistungen der einzelnen Ressorts, wie Reber erklärte: «Was läuft in der Gemeinde? Was leisten die einzelnen Ressorts? Und was kommt auf die Resorts zu?» Trotz Sparbemühungen habe der Gemeinderat verschiedene Werte als zwingend erhaltenswert eingestuft, die die Qualität der Gemeinde auszeichnen. Das Fazit aus diesen unterschiedlichen Infos lautete zwar salopp gesagt «Weitersparen», doch gleichzeitig sei die Lebensqualität vom Angebot und von den Dienstleistungen abhängig, die den Einwohnern zur Verfügung stehen. «Kreativität ist gefragt», erklärte Reber zur positiven Einstellung des Gemeinderates. Dazu gehörte auch das Traktandum Budget 2015 mit Steuerfuss, das Gemeinderätin Karin Funk präsentierte. Das Ziel eines Cashflows von mindestens 2,6 Mio. Franken werde mit dem erstellten Budget 2015 erreicht – er beträgt tatsächlich 2,788 Mio. Franken: Das Budget sieht einen Ertrag von 32,035 Mio. Franken und einen Aufwand von 29,247 Mio. Franken vor. Innerhalb des Budgets 2015 konnten trotz viel Arbeit keine grossen Einsparungen mehr vorgenommen werden, erklärte Funk. Die Verschuldung würde somit auf rund 21 Mio. Franken sinken. «Es ist für uns wichtig, dass die nächste Generation keinen Berg von Schulden antrifft», sagte Funk und plädierte wie schon vor einem Jahr für die Erhöhung des Steuerfusses von 104 auf 109 Prozent. Durch diese Steuerfusserhöhung könne die Verschuldung im Gegensatz zu einem gleichbleibenden Steuerfuss in den nächsten Jahren markant verringert werden. Verkäufe der Gemeindewerke wie das Elektrizitätswerk und die Technischen Betriebe seien kurzfristige Lösungen, wie Gemeinderat Nico Kunz erläuterte.

Die Finanzkommission befand das Budget als stimmig und empfahl den Gemeinderatsantrag mit dem erhöhten Steuerfuss zur Annahme. Auch die Etappenziele im Bereich «Sparbudget» seien erreicht worden. Wortmeldungen kamen unter anderem von Sigi Zihlmann, der im Namen der CVP die Steuerfusserhöhung unterstützte und erklärte, dass die grossen Anstrengungen des Gemeinderates zu den vor einem Jahr geforderten Einsparungen von 300000 Franken sichtbar seien. Consuelo Senn erklärte, dass auch die FDP die Steuerfusserhöhung als notwendig ansehe, auch wenn man in der Fraktion keine Freudensprünge mache. Die Schuldenreduktion und die Erhaltung des Lebensstandards seien Gründe dafür. «Wir sehen die 109 Prozent aber als Obergrenze.» Nachdem sich die Diskussion mit allen Fragen erschöpft hatte, wurde das Budget 2015 mit einem Steuerfuss von 109 Prozent mit 133 Ja- zu 55 Nein-Stimmen angenommen.

Ausnahmsweise präsentierte Karin Funk die Kreditabrechnungen zur Entwicklungsplanung «Flüefeld» detaillierter, denn: «Wir sind nicht glücklich über den Ablauf.» Auch Marco Galli von der FiKo bestätigte das. Es kam zu einer Kreditüberschreitung von 18028 Franken, aber: «Man hat aus dem Fall ‹Flüefeld› etwas gelernt.» Die Versammlung nahm die Abrechnung an.

Unter dem Traktandum «Verschiedenes» stellte Consuelo Senn für die FDP einen Antrag zur Vereinfachung der Gemeinderats- und Gemeindeammann-Wahlen. Der Überweisungsantrag wurde mit 137 Ja- bei 27 Nein-Stimmen angenommen.

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