Kältester Ort der Welt

Der Diavortrag von Achilles Karrer anlässlich des Träffs 55 plus des SRRB über seine Expedition im Jahr – diesmal an den Südpol, in die Antarktis, Patagonien und Feuerland – bot traumhaft schöne Bilder über eine einzigartige, unberührte Eis- und Schneelandschaft.

Eistüchtiges Segelschiff «Santa Maria». Foto: zVg
Eistüchtiges Segelschiff «Santa Maria». Foto: zVg

Mit dem 14 Meter langen Segelboot Santa Maria, eistauglich, doppelwandig in Schottbauweise aus Stahl, segelte er 1000 km mit einer kleinen Reisegruppe von sieben Abenteurern durch den Beagle Kanal aufs offene Meer und passierte die Drakestrasse, die den Atlantischen Ozean mit dem Pazifischen Ozean an der Südspitze Südamerikas (Kap Horn) und der Nordspitze der antarktischen Halbinsel verbindet. Das Meer war sehr wild, was einigen Schwierigkeiten bereitete. Es wurde nie ganz dunkel, jeder Passagier musste im Turnus am Steuer stehen, das digital vorprogrammiert war. Länger als 4 Stunden konnte man somit nicht schlafen. Albatrosse, Eselspinguine, Seelöwen, Seeleoparden, Robben, Eisbären und die sehr aggressiven Sturmvögel konnten aus nächster Nähe beobachtet werden. Die Buckelwale, 15 bis 19 m lang und bis 30 t schwer, sind sehr neugierig und kamen ohne Scheu sehr nahe ans Schiff. Auch die sehr grossen, bis zu 70 t schweren Finnwale zeigten sich. Quallen mit bis zu 50 cm Durchmesser schwammen im Wasser. Nach sieben Tagen war wieder Land in Sicht und die Freude gross.

Die Antarktis ist der kälteste Ort der Welt (bis minus 92° C wurde kürzlich gemessen), hat die stärksten Stürme, bis 300 km/h, und am wenigsten Niederschläge, ist trockener als Arabien. Es gibt nur wenige Stationen, die das ganze Jahr bewohnt sind. Die Antarktis gehört niemandem.

Die Liebe zur Kälte und zur Eiswelt hat Achilles Karrer schon lange gepackt und nie mehr losgelassen. Diese Faszination hat er auf die Anwesenden sehr anschaulich und glaubhaft übertragen können. (azi)

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