Feuer, Wasser und pure Begeisterung
Sirenen, Feuer, Wasser und mittendrin etwa 300 neugierige Zuschauerinnen und Zuschauer: Die Hauptübung der Feuerwehr Würenlos war nichts für Langweiler. Was nach einem brennenden Auto aussah, war zwar glücklicherweise nur eine Übung, spektakulär war es trotzdem.
Flammen loderten aus einem Personenwagen, Rauch stieg auf, und schon waren die ersten Feuerwehrfahrzeuge zur Stelle. Schläuche wurden ausgerollt, Einsatzkräfte positionierten sich, und kurze Zeit später war der Brand unter Kontrolle. Was für die Zuschauerinnen und Zuschauer nach Action aussah, war für die Feuerwehr vor allem eines: konzentrierte Teamarbeit.
Doch damit war der Einsatz noch lang nicht vorbei: An zwei weiteren Posten zeigte die Feuerwehr, was hinter einem professionellen Einsatz steckt. Bei der Rettung mit der Handschiebeleiter wurde demonstriert, wie Personen aus höheren Stockwerken sicher gerettet werden können. «Jeder Handgriff muss sitzen, denn im Ernstfall bleibt keine Zeit für lange Überlegungen», so Jürg Markwalder, Kommandant der Feuerwehr Würenlos.
Wesentlich lockerer ging es beim zweiten Posten zu – zumindest für die Gäste. Mit einer Motorspritze wurde Wasser aus dem Furtbach gesaugt und auf die Zentrumswiese befördert. Dort durfte Gross und Klein selbst Hand anlegen. «Strahlrohr auf, Wasser marsch!» Besonders die Kinder liessen sich diese Gelegenheit nicht entgehen und konnten unter fachkundiger Anleitung erleben, was es bedeutet, mehrere Liter Wasser mit ordentlich Druck durch einen Schlauch zu jagen. Die Kinderaugen begannen zu strahlen.
Auch die Feuerwehrfahrzeuge standen während der gesamten Hauptübung offen zur Besichtigung bereit. Die Angehörigen der Feuerwehr Würenlos erklärten Geräte, beantworteten Fragen und gaben Einblicke in ihren Alltag. Dabei wurde schnell klar: Hinter einem Feuerwehreinsatz stecken weit mehr als Blaulicht und Sirenen.
Denn während vorn gelöscht und gerettet wird, läuft im Hintergrund ein exakt abgestimmtes Zusammenspiel ab: Fahrzeuge, Material und Mannschaft müssen zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Zufahrten müssen frei bleiben, Einsatzmittel dürfen sich nicht gegenseitig behindern, und jeder muss wissen, was zu tun ist.
Bei sommerlichem Wetter blieb nach der Übung genügend Zeit für Gespräche beim kleinen Apéro. Feuerwehrangehörige und Bevölkerung kamen ungezwungen miteinander ins Gespräch.
Die Hauptübung zeigte damit eindrücklich, was die Feuerwehr in Würenlos bedeutet: viel Technik, viel Können, vor allem aber Teamwork. Und wenn dabei rund 250 Menschen zuschauen, Kinder selbst zum Strahlrohr greifen dürfen und am Ende kein echtes Haus brennt, dann darf man durchaus sagen: So darf e ine Hauptübung aussehen.
















