Es geht vorwärts: Architekten für das Alterzentrum gesucht

Nach 50 Jahren Planung: Das Alterszentrum kommt ins Rollen, der Studienauftrag ist ausgeschrieben.

Auf der Zentrumswiese soll das Alterszentrum zu stehen kommen. (AZ Archiv)

Auf der Zentrumswiese soll das Alterszentrum zu stehen kommen. (AZ Archiv)

Alain Cornuz und Matthias Rufer (r.) sind im Verwaltungsrat der AG. (bsc)

Alain Cornuz und Matthias Rufer (r.) sind im Verwaltungsrat der AG. (bsc)

Langsam kommt das Projekt Alterszentrum auf der Zentrumswiese in die Gänge: Nachdem die Stimmbürger an der Wintergmeind 2016 ja zu der gemeinnützigen Aktiengesellschaft «Alterszentrum Würenlos AG» gesagt haben, wurde die AG Ende Oktober 2017 im Handelsregister eingetragen. Nach inzwischen neun Sitzungen des Verwaltungsrats ist nun der Studienauftrag ausgeschrieben worden.

Architekten nicht anonym gesucht

«Im Gegensatz zu einer Wettbewerbsausschreibung sind die Bewerber bei einem Studienauftrag nicht anonym», erklärt Matthias Rufer, Vorstandsmitglied des Vereins Alterszentrum Würenlos.

Er sitzt zusammen mit Vereinspräsident Alain Cornuz auch im Verwaltungsrat der Aktiengesellschaft. Ebenfalls im Verwaltungsrat sind Gemeindeammann Anton Möckel, Gemeinderat Markus Hugi sowie Urs Aebischer und Ursula Blaser. Aktionär und Besitzer ist die Einwohnergemeinde Würenlos.

Mit dem Studienauftrag werden nun Projektvorschläge von Architekten gesucht. Im Juli wird ein achtköpfiges Gremium die Vorschläge von sechs Teams und einem Nachwuchsteam auswählen. Im Dezember soll es eine Schlusspräsentation geben und im Januar wird die Bevölkerung über das neue geplante Projekt informiert werden.

Eine Mahlzeit im Alterszentrum

Wie das Gebäude dereinst aussehen soll, ist noch völlig offen. Weil die Zentrumswiese in der Zone für öffentliche Bauten liegt, bestehen mithilfe eines Gestaltungsplans mehr Möglichkeiten für einen Neubau.

Vorgegeben ist bisher nur, dass das Alterszentrum 40 1,5- bis 3,5-Zimmer-Wohnungen und 44 Pflegezimmer umfassen soll. «Wobei auch in den Wohnungen stationäre Pflege für momentan maximal vier Personen erfolgen könnte, da der Kanton Würenlos total 48 Pflegeplätze bewilligt hat», erklärt Matthias Rufer.

Dies bedinge aber, dass die Wohnungen und die Pflegewohnungen nahe beieinanderliegen müssen. Wobei die Bewohner der Wohnungen mindestens eine Mahlzeit am Tag zwingend im Alterzentrum einnehmen werden müssen.

AG wird Zentrum nicht betreiben

Neben Wohnungen soll das geplante Alterszentrum eine Ärzte- und Physiotherapiepraxis, ein Restaurant sowie eine Cafeteria und einen Coiffeur umfassen.

Rund vier Millionen Franken hat die Aktiengesellschaft aus dem Altersheimfonds der Gemeinde Würenlos als Startkapital erhalten. Davon fliessen nun die ersten 320000 Franken in den Studienauftrag.

Betrieben wird das Alterszentrum aber nicht von der Aktiengesellschaft. «Wir werden das Alterszentrum an einen Betreiber vermieten», erklärt Rufer. Wie weit die Aktiengesellschaft in die Abläufe des Alterszentrums eingreifen wird, sei aber noch nicht geklärt.

Verein wird weiterhin gebraucht

Läuft alles nach Plan, sollte das Alterszentrum ab Sommer 2020 realisiert werden und Mitte/ Ende 2022 bezugsbereit sein. «Jedoch klappt das nur, wenn es keine Einsprachen geben wird», sagt Rufer.

Der Verein Alterszentrum Würenlos wird sich weiterhin für das geplante Alterszentrum stark machen. «Der Verein ist wichtig. Er ist eine Lobby für das Zentrum», sagt Gemeindeammann Anton Möckel.

So werde es den Verein wohl auch noch nach der Eröffnung benötigen. Möckel: «Es wird diverse Aufgaben geben, für die Freiwillige benötigt werden.» Trotzdem stellt sich die Frage, ob der Verein in Zukunft vielleicht auch andere Aufgaben im Dorf übernehmen soll, wie beispielsweise Anlässe für Senioren zu organisieren.

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