Samariterübung mit Sturz, Stromschlag und Reanimation

Reanimation an einer Übungspuppe: Herz-Lungen-Wiederbelebung und Einsatz eines Defibrillators.zVg

Reanimation an einer Übungspuppe: Herz-Lungen-Wiederbelebung und Einsatz eines Defibrillators.zVg

Kletterunfall: Hand in Hand arbeiten die Samariterinnen zusammen.zVg

Kletterunfall: Hand in Hand arbeiten die Samariterinnen zusammen.zVg

«Kameradschaftlich und lehrreich», kommentiert eine Samariterin die Regionalübung, die am vergangenen Samstag in Spreitenbach stattfand. Bei einem der Fallbeispiele versorgten die Ersthelfer eine beim Klettern abgestürzte Frau.

Eine junge Frau ist beim Klettertraining abgestürzt und liegt bewusstlos am Fusse eines Baumes. Die Kollegin schreit in Panik um Hilfe. Die eintreffenden Helferinnen und Helfer werden sofort aktiv. Jemand betreut die nicht verletzte, aber verstörte Sportlerin und informiert laufend über die Intervention. Andere Samariter beurteilen die Situation: Es droht keine Gefahr für die Helfenden, sodass sie sofort Erste Hilfe leisten. Die Patientin wird von Seil und Karabiner befreit, ihre Atmung und ihr Bewusstsein werden überprüft und sie wird in eine stabile Seitenlage gebracht.

Für die Samariter ist eine durchgehende Kommunikation mit der Verletzten und Stabilisierung der Halswirbelsäule Routine, ebenso die frühzeitige Alarmierung des Rettungsdienstes für die Weiterversorgung.

Dank an die freiwilligen Helfer

Das war eines der Szenarien an der jährlichen Regionalübung der Samaritervereine Baden, Wettingen Dorf, Obersiggenthal und Würenlos. Rund 60 Samariterinnen und Samariter übten am vergangenen Samstag in Spreitenbach den Ernstfall. Gastgeber war der Samariterverein Spreitenbach. Dessen Präsidentin Heidi Sami war ebenso anwesend wie Gemeinderat Adrian Mayr. Er dankte den Freiwilligen für ihre «grosse Einsatzbereitschaft».

An realitätsnahen Fallbeispielen, stellten die vereinsübergreifenden Gruppen ihr Können unter Beweis: An einem der sechs Posten treffen sie auf einen Heimwerker, der versucht hat, den noch unter Strom stehenden Haarföhn zu reparieren. Die Gefahr wird sofort erkannt, Gerät und Verunfallte vom Netz getrennt, bevor sie sich dem Verletzten nähern. Er reagiert nicht und zeigt keine Lebenszeichen. Zwei kräftige Helfer heben den reglosen Körper vom Stuhl und legen ihn flach auf den Boden. Parallel zur Alarmierung erfolgt eine weitere Kontrolle der Vitalzeichen und sie beginnen sofort mit Herz-Lungen-Wiederbelebung. Schnell wird auch der Defibrillator eingesetzt.

Durch das kontinuierliche Training haben Samariter kaum Berührungsängste in solchen Situationen, packen beherzt zu und arbeiten effizient im Team. Bei Grillwurst und feinen Kuchen wird nach vollendetem Parcours die Kameradschaft gepflegt und gespannt auf die Publikation der gesammelten Punkte gewartet. (zVg)

Die nächste Übung der Spreitenbacher Samariter findet am Dienstag, 30. Juni, von 19–21.30 Uhr im Werkhof Neumatt statt. Thema: Verbrennungen. Interessierte sind willkommen.

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