Mobile Möbel und grosse Lernateliers
Lernen verändert sich. Das zeigt sich bei der Raumplanung und den Einrichtungen im Schulhaus Althau. Statt in vielen einzelnen Schulzimmern wird in fünf Lernateliers gearbeitet. Nach den Sommerferien ziehen die Schüler ein. Ein Augenschein vor Ort.
Die Sommerferien sind gestartet, Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen sind in den Ferien. Leer ist es im Schulhaus Althau trotzdem nicht. Die Handwerker installieren die letzten Arbeiten, Lieferanten laden Mobiliar aus. «Der Terminplan war von Anfang an eng getaktet, aber wir sind jetzt, ein paar Wochen vor dem Schulstart am 10. August, auf Kurs», so Manuela Weber, Bereichsleiterin Immobilien. Weber leitete bauherrenseitig den Umbau des Gemeindehauses in ein Schulhaus und empfängt auch die Lieferanten. Anfang Woche wurden die Wandtafeln und gestern die mobile Bühne für die Aula angeliefert.
Beim Rundgang vor einer Woche fällt auf: In Sachen Raumgestaltung und Einrichtung hat sich einiges verändert. «Herkömmliche Klassenzimmer waren früher etwa 70 m2 gross und für den Frontalunterricht ausgerichtet», sagt Manuela Weber. In den Schulzimmern standen meist Zweiertische mit Ablagefach unterhalb. Anders heute: Im Schulhaus Althau gibt es fünf 340 m2 grosse Lernlandschaften. Darin integriert sind je ein kleiner Gruppen- und zwei Inputräume. In den Inputräumen führen Lehrpersonen weiterhin herkömmlichen Unterricht pro Abteilung durch.
Im flexibel nutzbaren Lernatelier werden nach den Sommerferien bis zu 58 Schülerinnen und Schüler von drei Klassen lernen. «Die Grundidee solcher Lernateliers ist, dass klassendurchmischt gelernt wird», sagt Weber. In der ersten und zweiten Oberstufenklasse werden künftig Schülerinnen und Schüler der Real-, Sekundar- und Bezirksschule nebeneinander lernen. In der dritten Oberstufe sind Sek- und Bezirksschüler gemischt.
Mobile Stauraummöbel
Damit konzentriertes Arbeiten trotz grossem Raum gelingt, sind einzelne Schülerarbeitsplätze voneinander abgeschirmt. «Separate mobile Stauraummöbel sorgen zudem für Flexibilität», so Weber.
Auch Mobiliar und Präsentationstechnik unterscheiden sich. Statt der herkömmlichen Wandtafeln stehen in den Inputräumen Klappwandtafeln mit einem interaktiven Display und einer Dokumentenkamera. Hellraumprojektoren gibt es keine mehr. In jedem der fünf Lernateliers gibt es ein multifunktionales Whiteboard mit magnetischer Stahloberfläche und pinnbarer Rückseite zum Präsentieren, Besprechen und Brainstormen.
23 Millionen Franken investiert
Nach den Sommerferien werden 11 Klassen im neuen Schulhaus Althau unterrichtet, Platz hätte es für 15 Klassen. Bis Mitte 2023 stand dort das Gemeindehaus. Der Anbau aus den 80er-Jahren wurde abgerissen, das 20 Jahre ältere Hauptgebäude blieb bestehen und wurde umgebaut. Der Kindergarten wurde saniert und vergrössert. 23 Millionen Franken wurden investiert.
Gemäss Weber sind Termine und Kosten auf Kurs. «Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten war für ein so grosses Bauprojekt aussergewöhnlich gut. Herausfordernd war, wie bei allen Bauprojekten, den richtigen Kompromiss zwischen den verschiedenen Anliegen zu finden», resümiert Weber.
Am Samstag, 19. September, findet an der Poststrasse 13 eine Eröffnungsfeier für die Bevölkerung statt. Um 11 Uhr gibt es eine Eröffnungsrede, zwischen 11.30 und 16 Uhr führen die Schüler durch das Gebäude.














