Im Kino Entscheidungen getroffen

Erstmals und als Versuch wurde die Gemeindeversammlung im Kino Pathé abgehalten. 131 Stimmberechtigte folgten der Einladung.
Gemeindepräsident Markus Mötteli (Mitte) begrüsste die Stimmberechtigten mit den Worten: «Wir sind hier an einem Ort, wo wir noch nie waren – im Kino Pathé und nicht in der ‹Sauna›-Turnhalle Boostock.» Dies sei ein Test, man werde aber dazu noch eine Umfrage machen. Zweifelsohne hatte es am vorletzten Dienstagabend Vorteile, im klimatisierten Kinosaal zu sitzen. Ungewohnt war es, denn die 131 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger – von insgesamt 5122 – sassen in den bequemen roten Polstersesseln und sahen wortwörtlich auf den Gemeinderat vor der grossen Leinwand herab. Zu diskutieren gab es auch nicht viel, die Traktandenliste war mit vier Geschäften relativ kurz. So wurden der Rechenschaftsbericht 2025 wie auch die Jahresrechnung mit einem Überschuss von 1,06 Mio. Franken klar genehmigt. Besonders erfreulich sei das Plus von über einer Million Franken an Steuererträgen. Auf der anderen Seite musste Markus Mötteli mitteilen, dass die Kosten für die Pflegefinanzierung um eine Million Franken höher ausfielen als 2024.
Patrik Schmid, Präsident der Finanzkommission (Fiko), stellte das mit sechs neuen Personen bestückte Gremium vor: Nebst ihm sind Marco Weber, Vizepräsident, Aktuar Urs Schweri sowie die Mitglieder Marco Beerkircher, Michel Bisig, Veljko Nikolic und Anja Streichenberg dabei. Schmid beurteilte die finanzielle Lage der Gemeinde als positiv trotz hoher Investitionen.
Kreditabrechnungen angenommen
Die insgesamt fünf Kreditabrechnung wurden alle angenommen. Dabei handelte es sich um die Teilerschliessung Wohn- und Gewerbezone Kreuzäcker, um die Schulanlagen Seefeld und Zentrum, Ersatz Schliessanlagen wie auch um die Werkleitungssanierung an der Unteren Dorfstrasse. Bei der Wohn- und Gewerbezone Kreuzäcker stellte die Fiko fest, dass dies bereits 2019 hätte bereinigt werden können. Es entstanden Mehrkosten von 34748.55 Franken, weil man für Leitungen tiefer hatte graben müssen.
Lieferverzögerung bei Boostocksteg
Unter Verschiedenem wies Gemeindepräsident Mötteli auf die Verzögerung beim neuen Boostocksteg hin: Da der Stahlbauer Probleme mit der Lieferung habe, werde der Steg erst Mitte September eingeweiht statt wie geplant am 1. August. Zum Thema Littering erklärte Markus Mötteli, dass es mühsam sei, im ganzen Gemeindegebiet Videokameras aufzustellen. Auch die Sammelstellen würden videoüberwacht, jedoch fehlten hier noch die Akkus. Beim Schulhaus Seefeld soll die Videokamera bis Ende Jahr installiert sein.
Zum Problem mit den Fahrerinnen und Fahrern auf E-Rollern und E-Scootern, auf sogenannten Trendfahrzeugen, meinte Mötteli: «Es ist ein grosses Problem, die Polizei hat schon Fahrzeuge konfisziert.» Das Problem: Die Fahrzeuge seien nicht registriert. «Ich bin enttäuscht über die Absage aus dem Nationalrat», so der Gemeindepräsident. Die grosse Kammer hatte im Mai darüber entschieden, dass es weiterhin keine Anpassungen wie Helm-, Nummernschild- und Ausweispflicht bei Trendfahrzeugen brauche.


