Inmitten der Hochhäuser: Hier treffen sich die Leute aus dem Quartier

Die Café Bar im Langäcker-Quartier bringt Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammen und fördert damit die soziokulturelle Entwicklung

Die Café Bar belebt das Quartier und bringt Menschen zusammen. (Barbara Scherer)

Die Café Bar belebt das Quartier und bringt Menschen zusammen. (Barbara Scherer)

Doris Suter kocht Risotto im Café. (Barbara Scherer)

Doris Suter kocht Risotto im Café. (Barbara Scherer)

Vor allem Frauen helfen in der Café Bar. (Barbara Scherer)

Vor allem Frauen helfen in der Café Bar. (Barbara Scherer)

Alles ist bereit für den Risottoplausch. (Barbara Scherer)

Alles ist bereit für den Risottoplausch. (Barbara Scherer)

Draussen wird noch mehr Reis gekocht. (Barbara Scherer)

Draussen wird noch mehr Reis gekocht. (Barbara Scherer)

Doris Suter schöpft den ersten Gästen. (Barbara Scherer)

Doris Suter schöpft den ersten Gästen. (Barbara Scherer)

Der Salat ist bereit. (Barbara Scherer)

Der Salat ist bereit. (Barbara Scherer)

Aus der grossen Pfanne steigt Dampf. Das Wasser kocht, noch ist der Reis aber nicht gar. Zwischen Hochhäusern vor der Café Bar im Quartierzentrum Langäcker wird an diesem Abend fleissig Risotto gekocht: 70 Personen haben sich für den gemütlichen Gaumenschmaus angemeldet. «Heute kommen eher ältere Leute vorbei», sagt Doris Suter und rührt den Reis.

Sie ist die Präsidentin des Vereins «Treffpunkt CaféBAR». Dieser ist 2016 gegründet worden. Zuvor war die Café Bar Teil des Projekts «Projet Urbain». Dieses zielte darauf ab, im Hochhausquartier die soziokulturelle Entwicklung zu unterstützen.

Denn das Langäckerquartier weist einen sehr hohen Ausländeranteil auf. So versteht sich die Café Bar als Begegnungsort, wo Einheimische und Ausländer oder neu zugezogene Personen in Kontakt miteinander kommen.

Ausländer haben mehr Hemmungen

Heute führen vor allem Frauen freiwillig die Café Bar. Die Räumlichkeiten stellt die Gemeinde gratis zur Verfügung. «Etwa ein Drittel der Besucher sind Ausländer», sagt Suter.

Eine gewisse Hemmschwelle bestehe immer noch. Obwohl der Verein immer wieder Personen anspricht. «Manche Leute im Quartier sprechen kein Deutsch und trauen sich deshalb nicht, vorbeizukommen. Aber die meisten Frauen im Verein sind auch nicht Schweizer und sprechen die Sprachen.»

Doch immer öfters finden die Leute ihren Weg in das Quartierzentrum: So seien nach dem letzten Herbstfest mit einer albanischen Tanzgruppe plötzlich viele neue Besucher aufgetaucht. Suter: «Es waren auch schon Jugendliche hier, die wollten einfach nur zusammen am Tisch sitzen und reden.» Das geht in der Café Bar, denn hier herrscht kein Konsumzwang.

Leute lernen sich hier kennen

«Einige Leute haben mir auch erzählt, dass sie hier ihre Nachbarn aus dem Block, die sie zuvor nur im Lift gesehen haben, kennen gelernt haben», sagt Suter und begibt sich ans Salatbuffet. Dort schöpft sie die Teller der ersten hungrigen Gäste des Risottoabends.

Es ist eine von vielen Veranstaltungen in der Café Bar. Normalerweise ist der Treffpunkt immer Mittwoch- und Donnerstagnachmittag geöffnet. Für die Kinder gibt es dann einen Spielspass und im Café liegen Gesellschaftspiele bereit.

In den Sommerferien schliesst der Treffpunkt seine Tore. «Doch weil so viele Leute die Café Bar im Sommer auch besuchen möchten, machen wir dieses Jahr extra eine Woche weniger Sommerferien», sagt Suter. In der grossen Pfanne ist der Reis aufgequollen: Das Risotto ist parat.

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