Das Hallenbad erhält ein neues Gewand

Seit Anfang Juli wird das Bad saniert. Die Arbeiten dauern ein Jahr. Ein Rundgang auf der Baustelle.

Mit einem Förderband werden die Plättli nach oben transportiert.

Mit einem Förderband werden die Plättli nach oben transportiert.

André Wenzinger.

André Wenzinger.

Im Shoppi in Spreitenbach wird gebaut. Das Hallenbad wird saniert. Seit Anfang Juli ist es geschlossen. Das Ziel ist es, das Bad zum Anfang des Schuljahres 2020 wiederzueröffnen.

Im Inneren des Bades ist es schwül. Staub liegt in der Luft. Bis auf die Fisch-Zeichnungen an den Wänden und das leere Becken in der Mitte des Raumes erinnert nicht viel an seine Nutzung. Derzeit sind die Gipser am Werk. «Sie spitzen alle Plättli weg», erklärt André Wenzinger auf dem Baustellenrundgang. Er ist für die öffentlichen Liegenschaften in Spreitenbach verantwortlich. Auch die Holz- und die Deckenverkleidung kommen demnächst weg. Dann wird die gesamte Badwassertechnik ausgebaut: Pumpen, Filter, Chloranlagen.

Bis Anfang Juli fanden morgens Schulstunden statt. Nachmittags stand das Bad der Bevölkerung zur Verfügung. Das wird auch nach der Wiedereröffnung so sein. 2018 besuchten Schüler aus 28 Klassen das Bad. Dazu kommen 12532 weitere Eintritte. Während des Umbaujahres findet kein Schwimmunterricht statt.

Das Hallenbad wurde Anfang der 1970er-Jahre eröffnet. Nach 20 Jahren erfolgte eine Sanierung der Oberflächen und der sanitären Einrichtung. «Einige Komponenten sind 40 Jahre alt», erklärt Wenzinger. Sie hätten alle noch funktioniert. Aber es habe in den vergangenen Jahren einige Störungen in der Elektrik gegeben. Die mussten notfallmässig repariert werden. Wenzinger: «So stieg das Risiko eines Totalausfalls.» Um dies zu vermeiden, liess der Gemeinderat 2009 den Zustand des Bades überprüfen. «Der Auslöser für die Sanierung sind die technischen Anlagen zur Wasseraufbereitung», sagt der zuständige Gemeinderat Markus Mötteli.

2014 wurden die Garderoben saniert. 2015 erarbeitete ein Fachbüro ein Sanierungskonzept. Im Juni 2016 hiess die Gemeindeversammlung einen Kredit über knapp 500000 Franken gut. Damit konnten die Planungsarbeiten starten. Im Juni 2018 stimmte der Souverän über einen Kredit von 5 Millionen Franken für die Sanierung des Hallenbades ab. «Obwohl das Schulgesetz den Schwimmunterricht nicht vorschreibt, erachtet der Gemeinderat den Erhalt eines eigenen Hallenbads zur Sicherstellung des Schwimmunterrichts als gerechtfertigte Investition in die Zukunft», sagte Mötteli damals. 139 Personen stimmten dafür, 11 dagegen. Ein Jahr später fingen die Arbeiten an. Wenn sich der Bau wieder im Rohbau befindet, startet der Innenausbau: «Neu gibt es eine Aufenthaltsnische im hinteren Teil des Bades», so Wenzinger. Neue Fenster sollen für mehr Licht sorgen. Fassade und Dach werden in Zusammenarbeit mit dem Shoppingcenter saniert. Diese Arbeiten wird das Shoppi bezahlen. Derzeit arbeitet der Gemeinderat ein neues Betriebskonzept für das Bad aus. «Wir möchten die Öffnungszeiten attraktiver machen», so Mötteli.

Die Sanierung hat ein Ziel: «Wir wollen einen Betrieb für Schule und Freizeit erstellen, der den hygienischen Vorschriften entspricht, energetisch optimiert und im Unterhalt günstig ist», sagt Wenzinger. Ob das Ziel erreicht wird, zeigt sich in einem Jahr.

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