Zwischen Häppchen und Wein Kontakte knüpfen am Apéro

Oft wurde es am letzten Donnerstagabend erwähnt: Der Industrieapéro in Neuenhof ist Tradition. Bereits zum 17. Mal jährte sich der Anlass und zog zahlreiche Gewerbler in die Carrosserie Neuenhof AG – dem diesjährigen Gastgeber.

Gebannt hörten die Apérogäste zu. Fotos: rs
Gebannt hörten die Apérogäste zu. Fotos: rs

«Der Industrieapéro ist einer meiner Lieblingsanlässe», konstatierte Gemeindepräsidentin Susanne Voser in ihrer Begrüssungsrede. «Am Industrieapéro sind die Innovateure, die Mutigen anzutreffen», sagte sie. Die Anwesenden, an Tischchen und zwischen Autokarrosserien stehend, spendeten grosszügig Applaus und unterstrichen damit die sehr positive Atmosphäre.

Nach einer kurzen Vorstellung der Organisateure vom Gewerbeverein Neuenhof und der Gemeinde erzählte Gastgeber Urs Gottesleben von der Firmengeschichte der Carrosserie Neuenhof – reich geschmückt mit Anekdoten von den 1960er-Jahren bis in die 90er-Jahre. Er erzählte von der Gründung des Betriebs durch seinen heute 94-jährigen Vater, der ebenfalls unter den Zuhörenden weilte. Gottesleben unterstrich in seinen Erzählungen immer wieder den Mut und die Fähigkeit zur Improvisation, so wie es schon Voser betont hatte. «Wir waren 1960 die Ersten, die Busse reparierten. Damals noch auf der Strasse und nicht in der Garage», sagte Gottesleben stolz. «Und, dass ich jemals die ganze Flotte von Jelmoli umlackieren und beschriften darf, das hätte ich mir nie träumen lassen».

«Das Konzept des kleinen Lädeli ist zwar mittlerweile durch Grossverteiler ersetzt worden», sinnierte er weiter. «Aber der Gedanke, sich im Gewerbe zu vernetzen, ist geblieben», schloss Gottesleben und eröffnete das Apérobuffet. Der ganze Abend stand im Zeichen der Vernetzung. «Es geht auch gar nicht nur um das Geschäft hier», sagte der Gastgeber gegenüber der Limmatwelle, sondern auch einfach darum, mal zusammen etwas zu trinken und es schön zu haben. «Schliesslich sitzen wir alle im selben Boot und haben alle dieselben Probleme. Deshalb bin ich für Offenheit und Transparenz».

Grosses Lob erhielten auch die Organisatoren. «Es ist eine Win-win-Situation für uns alle. Zusammen erreicht man mehr als alleine», zog Gottesleben als Fazit.

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