Härdli bleibt Erholungsgebiet

An der Informationsveranstaltung letzte Woche kam Freude auf. Das Härdli bleibt grün.

Das Härdli bleibt zu einem grossen Teil grün. An der Infoveranstaltung kam Erleichterung auf. Skizze: Salewski Nater Kretz AG
Das Härdli bleibt zu einem grossen Teil grün. An der Infoveranstaltung kam Erleichterung auf. Skizze: Salewski Nater Kretz AG

Dominierten im vergangenen Jahr bei der öffentlichen Begehung des Härdli-Areals noch Zeter und Mordio von grossen Teilen der Anwesenden, gab es bei der Informationsveranstaltung letzte Woche Applaus für das Siegerprojekt des Studienwettbewerbs. Nicht nur bleiben Grünräume erhalten, auch bekommt Neuenhof einen Ankunftsort beim Bahnhof, einen Park und Wohnraum für rund 900 Einwohnerinnen und Einwohner. Zwar müssen Gärten und Tennisclub umziehen. Martin Uebelhart betonte aber, dass sich eine Lösung finden werde. Es gebe eine Existenzgarantie.

Nur einer kann der Beste sein

«Denkt nicht parzellenscharf» war eine Weisung an die Teilnehmergruppen des Studienwettbewerbs im Härdli. Damit sollte an die Planungsbüros das Signal gesendet werden, das Areal als Ganzes zu planen und nicht in Interessengruppen zu denken. Sie alle hielten sich daran. Aber gewinnen konnte nur ein Team. Es war das Team Salewski Nater Kretz, das sich den Sieg holte. Gut ein Jahr nach der letzten öffentlichen Begehung der rund sechs Hektaren im September 2022 mussten sich die Neuenhoferinnen und Neuenhofer gedulden. Unsicherheiten, ob das grüne Idyll nicht zu einer Betonwüste werden würde, waren immer wieder Thema in diversen Medien. Nun aber weiss man: Das Gebiet bleibt zu einem grossen Teil grün.

Eine Ecke mit viel Lebensqualität

Auffällig beim Gewinnerprojekt ist, dass nur eine Ecke dicht verbaut wird. Der Rest bleibt grün und auch der Sonnmatt wird damit der Freiraum gegeben, sich so zu entwickeln, wie es die Stiftung möchte. Zwar gehört das Land sowieso der Stiftung, aber wer hat es nicht gerne gut mit den Nachbarn? An der verdichteten Ecke sollen vier Wohnhäuser stehen, auf der andere Seite der Bahnlinie auch ein Hochhaus. Salewski selbst meinte dazu: «Uns ist aufgefallen, dass Neuenhof zwar einen Bahnhof, jedoch keinen optischen Ankunftsort hat.» So soll dies geändert werden. Das sahen wohl auch die Neuenhoferinnen und Neuenhofer so. Für das Siegerprojekt gab es erleichterten Applaus.

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