Unter uns

Die Herbstferien stehen kurz bevor, und ich mache mir bereits Sorgen, wer meine Kinder in den Sommerferien kommendes Jahr betreuen kann. Es ist grossartig, dass ich als Journalistin mit einem 100-Prozent-Pensum sechs Wochen Ferien habe und ich dank meinen Sonntagsdiensten meist eine weitere, siebte Woche beziehen darf.
Doch auch wenn das im Vergleich zu anderen sehr viel ist, stellen mich die 13 Schulferienwochen vor grosse Herausforderungen. Mit dem Eintritt meiner älteren Tochter in den Kindergarten im August ist das flexible Vorschulalter nun endgültig Geschichte. Willkommen in der Hochsaison der Ferienpreise und willkommen im zusätzlichen Organisations- und Administrationsdschungel.
Wohin mit den Kindern, wenn der Kindergarten zu ist und die Tagesmutter Ferien hat? Ich weiss es schlichtweg nicht. Tagesstrukturen gelten an meinem Wohnort nur für Schulkinder. In den Weihnachtsferien und während zweier Wochen im Sommer ist auf dieses Angebot überdies sowieso kein Verlass.
Und so verdrängen Stress und Organisationslast die Gedanken an erholsame Ferien mit der Familie. Müssen wir die Kinder künftig zu meinen Schwiegereltern nach London schicken, damit sie gut aufgehoben sind, oder soll ich einen Homeoffice-Versuch mit beiden Kindern zu Hause starten? Ich glaube, beide Ideen sind keine idealen Lösungen.
Mich würde wundernehmen, wie es andere Eltern handhaben. Gehen die Kinder in dieser Zeit zu den Grosseltern «in die Ferien», oder springen Freunde oder Nachbarn ein?
Ich bin noch ein Neuling auf diesem Gebiet und würde mich über etwas Nachhilfeunterricht freuen – damit ich dem Urlaub wieder gelassener und mit Vorfreude entgegenblicken kann.
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