«Das letzte Wort»

Es macht fast den Anschein, dass es in Würenlos ein Ding der Unmöglichkeit ist, etwas zu bauen. Nachdem schlappe 60 Jahre verstrichen sind, steht die Gemeinde noch immer ohne Alterszentrum da. Für die sportbegeisterte Jugend gab es einen Lichtblick, als der Kunstrasenplatz im Tägerhard an der Gemeindeversammlung Anfang Juni angenommen wurde. Doch nun werden Unterschriften für das Referendum gesammelt. «Das wird auch zustande kommen», meinen die Kunstrasenplatzbefürworter des SV Würenlos und des Rugby-Clubs (siehe Artikel Seite 19).
Schade, schade für sportbegeisterte Mädchen und Jungen, für die Trainer und Funktionärinnen, die einen Verein wie den SV Würenlos oder den Rugby-Club am Laufen halten. Es wäre ein schönes Zeichen gewesen, diesen Platz ohne Getöse bauen zu können, der notabene auch von andern genutzt werden darf. Doch den Gegnern, vorwiegend aus FDP-Kreisen, ist das Preisschild zu hoch. Sie fordern eine andere Lösung. Und sie wollen, dass alle Stimmberechtigten über das Projekt abstimmen können. Es könne nicht sein, dass die Fussballer und Rugby-Spielerinnen dies an der Gemeindeversammlung nur dank des mengenmässig grossen Auftritts bestimmten, so ihre Aussage.
Da frage ich mich: Wo waren denn all die Gegnerinnen und Gegner an der Versammlung? Da hatte man Gelegenheit, dagegen zu stimmen. Und es sprachen sich nicht nur Direktbetroffene der Vereine für den Platz aus, sondern auch solche, die einfach das sehen, was es ist: eine Gelegenheit, damit die Kinder und Jugendlichen uneingeschränkt ihrem Sport frönen können.
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