«Das letzte Wort»

«Ja, es ist ein schöner Luxus, die meisten schätzen es», sagt Danny Simmank, Hauswartleiter der Killwangener Gemeindeliegenschaften, im Artikel auf Seite 12/13 über das Meierbädli.
Luxus definiert jede und jeder anders. Was ich sagen kann, ist, dass sich meine Vorstellung davon über die Jahre verändert hat. Früher waren es materielle Dinge wie Kleider, Taschen, Schuhe oder Schmuck. Heute ist es Zeit: Zeit für mich, Zeit für meine Familie, Zeit mit meinem Mann, Zeit mit lieben Freunden – und dabei soll der Alltag mit allen Terminen für Kindergeburtstage, Reifenwechsel, Arztkontrollen und Interviews in weite Ferne rücken.
Am besten gelingt mir das in der Badi. Der Schwumm über den Mittag gehört für mich seit vielen Sommern zu den Highlights der Saison. An einem anstrengenden Arbeitstag für ein bis zwei Stunden das Büro verlassen, die Sonne spüren und einen Kilometer zurücklegen: Das ist für mich Luxus pur. In die gleiche Kategorie fällt ein Abendessen, gekocht von meiner Mutter. Seitdem ich selbst Mutter bin, geniesse ich es, wenn ich mal nicht selbst am Herd stehen muss. Dabei noch die Lieblingsgerichte aus meiner Kindheit zu essen, ist ein unschlagbares Gefühl.
Luxus ist für mich auch, wenn ich nach einem Abendeinsatz spät heimkomme und eine Tasse Schwarztee mit Milch auf mich wartet – unaufgefordert und frisch zubereitet von meinem Mann. Die kleinen Liebesbeweise im Alltag sind für mich unbezahlbar und ich weiss sie zu schätzen. Luxus muss nichts Grosses sein. Im Gegenteil: Einfache Gesten und kurze Momente können viel auslösen und bewirken. Und so hoffe ich für Sie, liebe Leserinnen und Leser, dass Ihnen ein luxuriöser Sommer bevorsteht.
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