«Das Letzte Wort»

Sibylle Egloff, Redaktorin

Die meisten unserer Pläne für Ausflüge, Kurztrips und Aktivitäten fielen diesen nassen Frühling und Sommer buchstäblich ins Wasser. Wegen des triefenden Regens haben meine Familie und ich uns zu Hause verkrochen – nicht nur missmutig, sondern auch dankbar, dass das schlechte Wetter unserem Daheim nichts anhaben konnte.

Das Sofa wurde zum Kinosessel, zur Hüpfburg und zum Parkbänkli umfunktioniert. Doch der Drang, rauszugehen, intensivierte sich je länger, je mehr. Und so wollte ich unserem Dahinvegetieren in den eigenen vier Wänden ein Ende bereiten. Das «Wettiger Fäscht» letztes Wochenende kam mir dafür wie gerufen.

Zudem gehört es sich als gebürtige Wettingerin einfach, bei der Sause dabei zu sein. So viele Erinnerungen sind mit dem Fest verbunden. Nun sollen auch unsere Töchter schöne Andenken ans «Wettiger Fäscht» sammeln. Dazu zählten am Wochenende endlose Runden auf dem Karussell und eine Fahrt mit dem Riesenrad, ein serbischer Riesenburger, ein Fackelspiess und ein Erdbeersofteis.

Doch den bleibendsten Eindruck hinterliess bei unserer fast Dreijährigen das Kinderkonzert des Langenthaler Rappers und Beatboxers Knackeboul. Die Kleine tanzte mit den anderen Kindern im Regen. Ihr strahlendes Gesicht liess mich denn auch meine durchnässten Kleider und Schuhe vergessen. Am Montagmorgen beim Durchblättern des «Badener Tagblatts» begann dann auch mein Gesicht zu strahlen. Der Moment der Freude war auf einem Schnappschuss in der Zeitung verewigt. Wenn das nichts hergibt für «Weisch no a dem ‹Wettiger Fäscht›»- Erinnerungen.

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