Schmid will im Dorf Einigkeit zwischen Gruppen schaffen

Die Killwangener Bevölkerung hat entschieden, wie ihre neue Exekutive aussehen soll: Schmid ist neuer Gemeindeammann.

Möchte Einigkeit fördern: Der neue Ammann Markus Schmid. (Bild: Barbara Scherer/Archiv)
Möchte Einigkeit fördern: Der neue Ammann Markus Schmid. (Bild: Barbara Scherer/Archiv)

Killwangen hat einen neuen Gemeindeammann. Markus Schmid (Die Mitte) ersetzt neu den unter anderem wegen Unstimmigkeiten im Dorf abtretenden Werner Scherer (SVP).

Schmid, der nicht gegen andere Kandidaten antreten musste, vereinte 374 Stimmen auf sich und schaffte so das absolute Mehr bereits im ersten Wahlgang. Er sei mit dem «sehr guten Resultat» sehr zufrieden, sagt Schmid. Er spüre den Rückhalt im Dorf.

Viele Gedanken habe er sich seit dem Wahlsieg noch nicht machen können, sagte Schmid am Montag. Die Herausforderungen, die vor ihm liegen, sind aber klar: «Die Sachgeschäfte müssen gut betreut werden und die Finanzen sind ein Dauerthema», sagt Schmid und «die Transformation der Schule steht an.» In Zukunft wird die Schule per Volksentscheid nicht mehr von der Schulpflege, sondern vom Gemeinderat direkt betreut. Wichtig sei Schmid allerdings, die verschiedenen Gruppierungen in Killwangen zusammenzubringen. «Ich bin ein Typ fürs Miteinander, nicht für Fronten», sagt Schmid. «Für mich sind alle gleich, ich möchte den Konsens suchen und fördern.» Ein erstes Zeichen hat Schmid bereits gesetzt: Für die Wahlfeier am Sonntag seien Leute aus verschiedenen Lagern eingeladen gewesen.

Mehr Auswahl wünschenswert

Auch über die zwei anderen neuen Gemeinderäte freute sich Schmid: «Das gibt ein bisschen frischen Wind.» Den Sprung in den Gemeinderat haben auch Christine Gisler (parteilos) und Martin Kreuzmann (Die Mitte) geschafft. Kreuzmann hat auf Anhieb das zweitbeste Wahlergebnis der Gemeinderatswahlen geschafft. «Das hat meine Erwartungen komplett übertroffen», sagt Kreuzmann. Er werde sich jetzt schon mit den zukünftigen Fragen der Gemeinde befassen, um im neuen Jahr startklar zu sein. Christine Gisler ist mit ihrer Wahl ebenfalls zufrieden. Sie wisse zwar noch nicht, welche Geschäfte bereits in Planung seien, ein Anliegen sei ihr aber die Wiedereinführung einer Baukommission und das Thema altersfreundliche Gemeinden. Schmid, Gisler und Kreuzmann sind sich alle einig: Es wäre schön gewesen, wenn es mehr als 5 Kandidaturen für 5 Sitze gegeben hätte. «Am Ende ist es aber wichtig, dass die antretenden Kandidaten wirklich wollen», sagte Schmid.

Auch die anderen beiden Bisherigen Walter Hubman und Hanspeter Schmid wurden wiedergewählt.

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