Fragen an den Gemeinderatskandidaten

Sandro Wölfli, parteilos, 40 Jahre, selbstständiger Unternehmer.zVg
Sandro Wölfli, parteilos, 40 Jahre, selbstständiger Unternehmer.zVg

Bisher waren Sie politisch nicht tätig, was ist der Grund, dass Sie das ändern wollen? Sandro Wölfli: Ich habe mich immer für das Gemeinwohl interessiert, mich beruflich und in Organisationen engagiert und bin für meine Überzeugungen eingestanden. Die Gespräche der letzten Wochen zeigten mir, dass ich mit meiner Erfahrung und meinem Blick von aussen einen Beitrag für Killwangen leisten kann. Deshalb habe ich mich entschieden, Verantwortung zu übernehmen: Ich möchte nicht nur mitreden, sondern aktiv mitgestalten.

Ist das vakante Ressort – unter anderem Hochbau und Sozialwesen – Ihr Wunschaufgabengebiet? Als Unternehmer in Architektur, Bau und Immobilien bringe ich im Hochbau viel Fachwissen und praktische Erfahrung mit. Sollte mir das Ressort übertragen werden, würde ich beides gerne einbringen. Die Ressortverteilung erfolgt jedoch gemeinsam. Ich übernehme dort Verantwortung, wo ich der Gemeinde den grössten Nutzen bringe.

Sie sind in Killwangen aufgewachsen und dann weggezogen. Warum sind Sie zurückgekehrt? Killwangen war für mich immer Heimat. Hier bin ich aufgewachsen, ein Teil meiner Familie lebt hier und langjährige Freundschaften bestehen bis heute. Als sich die Möglichkeit bot, mit meiner Familie hier ein Zuhause zu schaffen, war die Rückkehr für uns klar. Natur, Lage und Dorfgemeinschaft schätzen wir sehr.

Was läuft gut in Killwangen, wo sehen Sie Handlungsbedarf? Killwangen hat sich positiv entwickelt, ist attraktiv und gut erschlossen. Mit dem Wachstum steigen jedoch die Anforderungen. Infrastruktur, Finanzen und Dorfentwicklung müssen so abgestimmt sein, dass dörflicher Charakter und Lebensqualität erhalten bleiben. Dazu gehört eine hochwertige Siedlungsentwicklung mit qualitätsvollem Wohnraum. Killwangen soll gezielt auch für einkommensstarke Familien, Fachkräfte sowie Unternehmerinnen und Unternehmer attraktiv sein. Ihre Steuerbeiträge schaffen Spielraum für gute Schulen, moderne Infrastruktur, ein aktives Dorfleben und gesunde Gemeindefinanzen.

Sie sind Unternehmer, Vater und Gemeinderatskandidat. Wie bringen Sie das alles unter einen Hut? Gute Organisation und klare Prioritäten gehören zu meinem Berufsalltag. Ich kann auf ein starkes Team und den Rückhalt meiner Familie zählen. Mehrfachbelastungen kenne ich aus Studium, Beruf und Dozententätigkeit. Mir ist bewusst, dass das Amt Zeit und Engagement verlangt. Sollte ich gewählt werden, reduziere ich andere Aktivitäten bewusst und gebe der Gemeinde die nötige Priorität.

Was machen Sie als Ausgleich? Den wichtigsten Ausgleich finde ich in der Familie. Daneben treibe ich regelmässig Sport und bin gerne mit dem Velo, beim Joggen oder Wandern unterwegs. Neuenhofer Feld, Sennenberg, Heiterberg, Rüsler und Limmatufer bieten dafür ideale Möglichkeiten vor der Haustüre.

Was ist Ihnen wichtig im Leben? Gesundheit und Familie stehen für mich an erster Stelle. Darüber hinaus möchte ich Verantwortung übernehmen und etwas bewirken. Verlässlichkeit und gegenseitiger Respekt leiten mich privat wie beruflich. Meinen Kindern möchte ich vorleben, dass sich Einsatz lohnt – besonders wenn er anderen und der Gemeinschaft zugutekommt.

Bis zum Redaktionsschluss am Dienstag war Sandro Wölfli der einzige Gemeinderatskandidat. Falls dies bis gestern Mittwoch so blieb, gibt es eine Nachmeldefrist von 5 Tagen. Kandidiert bis dahin keine weitere Person, wird Wölfli in stiller Wahl bestätigt. Gibt es mehrere Kandidierende, findet der zweite Wahlgang am 27. September statt. (bär)

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