Legislaturziele: Das plant Killwangen

Ammann Markus Schmid. zVg/Archiv
Ammann Markus Schmid. zVg/Archiv

Der Gemeinderat hat seine Legislaturziele 2026 bis 2029 festgelegt. Sechs Leitsätze sollen helfen, die Zukunft zu gestalten.

Einen Tag lang setzten sich die Gemeinderäte Mitte März mit den Legislaturzielen auseinander. «Es ging auch darum, die Zusammenarbeit weiterzuentwickeln und das gegenseitige Führungsverständnis und -verhalten zu stärken», sagt Gemeindeammann Markus Schmid (Mitte) auf Anfrage. Zu einer Zeit, als Unstimmigkeiten innerhalb des Gremiums publik wurden (die Limmatwelle berichtete). Dabei liessen sich die Exekutivmitglieder von Fachpersonen unterstützen. Als Resultat publizierte der Gemeinderat die Legislaturziele.

Ein Ziel widmet sich der Bildung. «Kinder und Jugendliche sollen die besten Voraussetzungen für ihre Zukunft erhalten», heisst es in der Mitteilung. Ziel sei eine starke und stabile Schule. «Dazu gehört auch die Schulraumplanung», so Schmid. Deshalb will der Gemeinderat die Kosten für eine Analyse im Budget aufnehmen. «In diesem Zusammenhang wollen wir prüfen, wie sich der Schulraumbedarf in den nächsten Jahren entwickelt.»

Steuerfuss soll bleiben

Der Gemeinderat geht davon aus, dass der Steuerfuss von 105 Prozent in den nächsten drei Jahren weder gesenkt werden kann noch erhöht werden muss. «Auch dank des Bevölkerungswachstums und der Sorgfalt zu den beeinflussbaren Kostenpositionen», so Schmid. Die Rechnung 2025 schloss mit einem Ertragsüberschuss von knapp einer halben Million Franken.

Auch künftig soll in Killwangen investiert werden. Insbesondere wenn nicht auf Bestehendes zurückgegriffen werden kann. Sicherheit, Energieeffizienz und Werterhalt stünden dabei im Vordergrund. «Als kleine Gemeinde müssen wir dabei Prioritäten setzen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Investitionen auch mal herausgeschoben werden, beispielsweise bei Strassensanierungen», sagt Schmid. Höchste Priorität in der Immobilienstrategie habe die energetische Sanierung des alten Schulhausteils. Hier befindet man sich in der Projektierungsphase. Zurzeit liegt zudem das Baugesuch für die Tagesstrukturen auf. Diese können, bei gutem Bauablauf, im ersten Quartal 2027 den Betrieb aufnehmen.

Killwangen will zusammenarbeiten

«Killwangen soll modern, gut vernetzt und lebenswert bleiben – ohne dabei seinen besonderen Charakter zu verlieren», heisst es im Pressebericht weiter. Der Gemeinderat will sich weiterhin an regionalen Projekten beteiligen und mit anderen Gemeinden zusammenarbeiten. «Eine Fusion ist zurzeit kein Thema», sagt Schmid. Vor knapp zwei Jahren hatten ehemalige Exekutivmitglieder ein Initiativkomitee gegründet und wollten über ein Fusionsbekenntnis abstimmen lassen. Dazu kam es aber nie.

Ein weiteres Legislaturziel lautet «nah bei den Menschen». Gemäss Mitteilung wollen die Gemeinden den Service für die Bevölkerung kontinuierlich verbessern. Digitale Angebote, gute Erreichbarkeit und transparente Informationen sollen den Kontakt zur Verwaltung einfacher machen. Ein erster Schritt sei mit angepassten Öffnungszeiten bereits erfolgt: Am Montag ist die Verwaltung bis um 20 Uhr offen und am Freitag schon ab 7 Uhr. Das soll ermöglichen, dass die Bevölkerung auch zu Randzeiten bedient wird. «Die Bevölkerung nutzt das Angebot und wir erhalten gutes Feedback.» Die Dienstleistungen sollen durch digitale Angebote erweitert werden.

Der Gemeinderat will sich auch dafür einsetzen, dass generationengerechtes Wohnen gefördert wird. «In die entsprechenden Bauverfahren möchten wir Einfluss nehmen, damit ein vernünftiger Wohnungsmix entsteht.»

Damit die Legislaturziele nicht Theorie bleiben, hat der Gemeinderat einen Projektplan mit 20 Positionen erstellt. «Er wird regelmässig besprochen und überwacht», so Schmid.

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