Nicht nur die Bodenbeläge sind neu

So sah der Weg vor der Sanierung aus.Bild: zVG

So sah der Weg vor der Sanierung aus.Bild: zVG

Farbiges Pflanzenspiel Der neue Bodenbelag kommt neben dem neu bepflanzten Beet gut zur Geltung.Bild: Irene Hung-König

Farbiges Pflanzenspiel Der neue Bodenbelag kommt neben dem neu bepflanzten Beet gut zur Geltung.Bild: Irene Hung-König

Das Friedhofareal präsentiert sich nach diversen Sanierungen und Änderungen offener, farbiger und vor allem besser begehbar.

Die dunklen Wege mit den Betonverbundsteinen sind weg. Die Fusswege von den Parkplätzen an der Sennenbergstrasse bis zum Friedhofgebäude wurden mit Saibro, einem zementgebundenen Rundkorn, ausgelegt. Das Ganze wirkt nun wesentlich heller, farbiger und freundlicher. Die Belagsarbeiten wurden im August und September des letzten Jahres von externer Stelle ausgeführt und dauerten rund drei Wochen.

Nicht nur für gehbehinderte Personen und solche im Rollstuhl sind die neuen Beläge ein Vorteil. Auch für Werkhofmitarbeiter Daniel Hagenbuch und Leiter Andrin Bernet sind die neuen Beläge feudal. Nun kann problemlos mit den Fahrzeugen aufs Areal gefahren werden. Und das mühsame Unkrautbewirtschaften entfällt. Zudem habe das Material den Vorteil, dass es extrem sickerungsfähig sei, betont Daniel Hagenbuch. «Das ist in der heutigen Zeit gefragt und sinnvoll. Das Problem wird nicht sein, dass wir irgendwann zu dreckiges Wasser haben, sondern dass wir gar kein Wasser haben», erklärt er.

Beete wurden neu bepflanzt

Um mehr Leben hereinzubringen, wurden Bäume wie der Trompetenbaum oder die Kreppmyrte – bekannt als Flieder des Südens – gepflanzt. Dieser blüht mehrere Monate. Sogar die Beete waren gemäss Daniel Hagenbuch eher rudimentär gestaltet und voller Unkraut. «Es hat nichts hergegeben, es war kein Leben darin», sagt der gelernte Gärtner. «Jetzt haben wir neu bepflanzt mit verschiedenen Staudenarten, so hat man das ganze Jahr daran Freude.» «Wir wollten etwas Lebendiges und Farbe hereinbringen», ergänzt Andrin Bernet. Sein Ziel sei es, den schönsten Friedhof im Limmattal zu haben. Auch ein neuer Platz für die Gemeinschaftsgräber ist geplant. Ein Baum wird gepflanzt und vis-à-vis eine Sitzbank erstellt, um eine Ruhezone zu schaffen. Anfangs seien die Reaktionen der Leute geteilt gewesen, weil es auf dem Friedhofareal so leer ausgesehen habe. Doch mittlerweile äussersten sich diese positiv über die Neuerungen.

Es mussten ausserdem einige Bäume entfernt werden, weil sie zu gross waren oder weil sie bei Erdarbeiten in den Weg kamen. «Das war vorher ein richtiges Schattenloch. Dabei haben wir hier einen tollen Ausblick auf das Limmattal», schwärmt Andrin Bernet. Und einen Garantiefall gibt es auch schon: An einer einzelnen Stelle hat sich das Rundkorn teilweise gelöst. Die genaue Ursache wird derzeit noch durch die Fachleute abgeklärt. «Die betroffene Stelle wird im Rahmen der Garantie fachgerecht instandgesetzt», erklärt Andrin Bernet.

Die Grabwege werden bis zum Frühling in Eigenarbeit erneuert, da die bestehenden Gartenplatten teilweise abgesunken sind und die Stellriemen nicht mehr überall gerade verlaufen. Zusätzlich ist für das nächste Jahr ein Betrag im Budget vorgesehen, um die Hecke entlang des Aemmetwegs neu zu gestalten und den alten Zaun zu ersetzen. Der einzige Ort, der noch an die alten Wege mit den Verbundsteinen erinnert, ist der Vorplatz zur Abdankungshalle. Die Pflastersteine wurden dort belassen. Gekostet hat die Wegsanierung rund 125000 Franken.

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