Einsatz im Namen der Sicherheit
Mit dem Schulstart im Aargau zeigt die Regionalpolizei Wettingen-Limmattal Präsenz. Sie will mit ihrem Auftritt bei den Schulen für den Strassenverkehr sensibilisieren.
Montagvormittag, kurz vor 12 Uhr: Kindergärtler sowie Schülerinnen und Schüler der Primarschule Killwangen strömen aus dem Schulhaus. Die Erstklässler tragen stolz ihre neuen Schultheks zur Schau und in der Hand halten sie eine Sonnenblume. Vorschriftsgemäss sind sie mit Leuchtwesten ausgestattet, welche sie zum Schulstart erhalten.
Auch die Kindergärtler sind neu mit einer Weste, mit dem Namen «Lumi», unterwegs. Sie ersetzt den Leuchtbändel «Triki», welcher nicht mehr den aktuellen Anforderungen an die Sichtbarkeit entspricht. Die Kinder müssen im Strassenverkehr gesehen werden.
87646 Schülerinnen und Schüler starten ins neue Schuljahr 2026/ 2027 im Aargau. Davon besuchen 15600 den Kindergarten und 46400 die Primarstufe gemäss Statistik Aargau. 23300 besuchen die Oberstufe und 2346 werden in der Sonderschule unterrichtet.
Im Jahr 2024 ist die Zahl der Kinder, die zu Fuss schwer verunglückt sind, gestiegen. Deshalb starteten der Touringclub der Schweiz (TCS) und der Fonds für Verkehrssicherheit (FVS) eine gemeinsame Kampagne. «Warte, luege, lose, laufe» kennt jedes Kind. An den Erfolg dieses Spruchs möchten der TCS und der FVS anknüpfen und haben deshalb einen Merkspruch für Auto- und Motorradfahrende lanciert: «Luege, brämse, halte».
Nicht ablenken lassen
Mit «Luege» startete die Kampagne des FVS und des TCS im Sommer 2025. Wer sich nicht ablenken lässt und auf die Strasse schaut, sieht Kinder frühzeitig. Gerade in Wohnquartieren und in der Nähe von Schulen ist die volle Aufmerksamkeit besonders wichtig.
Ab diesem Sommer befasst sich die Kampagne mit dem «Brämse». An unübersichtlichen Stellen und auf wenig befahrenen Strassen werden Kinder oft von Autos, Motorrädern und Velos überrascht. Sie nehmen diese zu spät wahr. Bereits eine kleine Temporeduktion hilft, rechtzeitig zu reagieren, wenn ein Kind unbedacht die Strasse betritt. Ab Sommer 2027 geht es schliesslich um das «Halte»: Kinder können Geschwindigkeiten noch nicht richtig einschätzen. Darum lernen sie, erst dann loszulaufen, wenn die Räder stillstehen. Die Kinder sollen selbst entscheiden, wann sie loslaufen. Man soll darauf verzichten, die Kinder über die Strasse zu winken. Daniel Baumann, Einsatzleiter der Aktion, erklärt: «Die Eltern müssen sich Zeit nehmen, den Schulweg planen und diesen gemeinsam zurücklegen. Aber im Tempo des Kindes. Im Sinne von: Ich schenke dir Vertrauen und übergebe dir Verantwortung.»
Derweil steht Verkehrsinstruktorin Elke Aeberhard an der Kirchstrasse. Die Schulkinder grüssen sie. Elke Aeberhard möchte wissen, in welche Klassen sie gehen. Die Mädchen sind in der 1., 2. und 3. Klasse. Dass die Zweitklässlerin die Leuchtweste trägt, freut Aeberhard. Das sei super, sagt sie zum Mädchen.






