In Killwangen wurde fleissig getauscht

Spielsachen, welche den einen ausgedient haben, bekamen an der Tauschbörse am Samstagmorgen die Chance auf ein zweites Leben. Bücher, Puzzles und Co. fanden so in der Turnhalle Zelgli neue Besitzer.

Tierry hat sich zum ersten Mal ein Kampfschiff gekauft. (Bulder: Muriel Zweifel)

Tierry hat sich zum ersten Mal ein Kampfschiff gekauft. (Bulder: Muriel Zweifel)

Auch sie sind fündig geworden: Clea, Kylie und Dalia mit Vater Martin Strzocka.

Auch sie sind fündig geworden: Clea, Kylie und Dalia mit Vater Martin Strzocka.

Bereits vor Beginn der Tauschbörse steht den Kindern die Aufregung ins Gesicht geschrieben. Mit vollgepackten Tragtaschen, Veloanhängern oder Wägelchen treffen sie kurz vor 9 Uhr im Schulhauses Zelgli ein. Sogleich wird in der Turnhalle das Mitgebrachte ausgepackt. Bald breiten sich auf den Decken am Boden Puzzles neben Actionfiguren und Stofftiere neben Trottinetts aus. Kleine Zettelchen geben Auskunft über den jeweiligen Preis. Die jungen Verkäufer und Verkäuferinnen warten nun gespannt auf erste Interessenten oder machen sich selbst auf die Suche nach etwas Neuem zum Spielen.

«Ich finde es lustig, wie ich einige Spielsachen von Jahr zu Jahr wiedererkenne», so Sibylle Müller. Sie fährt fort: «Es ist toll zu sehen, wie die Sachen, anstatt im Abfall zu landen, anderen Kindern nochmals Freude schenken.» Müller ist die Präsidentin des Elternvereins Killwangen und hat zusammen mit Iris Bachmann die Organisation für die Tauschbörse übernommen. Auf den Anlass aufmerksam gemacht, so ergänzt Bachmann, wurde mittels Flyer in den Schulen. Auf diese Weise konnte man auch Familien ausserhalb des Elternvereins für den Anlass begeistern.

Insgesamt haben sich 14 Familien zu der diesjährigen Tauschbörse angemeldet. Mit dabei ist auch die elfjährige Linna. Sie ist zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Ronja hier und wartet gerade aufmerksam hinter ihrem Stand. Verkauft hat sie bereits einen kleinen Schminkkoffer und eine Dekorationsbox. «Zwei Taschen habe ich bereits gefunden, die mir gefallen», so Linna. Jetzt möchte sie sich noch nach Schmuck umsehen. Auch der vierjährige Livio nimmt das Angebot unter die Lupe. Ein kleiner Spielzeugbagger hat es ihm dabei angetan. Er selbst habe Probleme mit dem Loslassen, deshalb verkauft er heute nichts, erklärt seine Mutter. Nächstes Jahr möchte er aber selbst seine Spielsachen verkaufen, teilt Livio mit.

Bereits fündig geworden sind die drei Schwestern Clea, Kylie und Dalia. Zusammen mit ihrem Vater Martin Strzocka legen sie vor der Turnhalle eine kleine Pause von dem geschäftigen Treiben ein. «Ich schätze den Anlass sehr, da er nicht nur toll für die Kinder ist, sondern auch das Zusammenleben der Familien hier in Killwangen fördert,» so Vater Strzocka. Während die Familie sich mit Spitzbuben von dem Kiosk verpflegt, werden die neuen Spielsachen bereits eifrig ausprobiert.

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