Zivilschutz vereitelt Eieranschläge
Vor dem Halloween-Einsatz kursierte ein schauriges Gerücht: In der Region seien alle M-Budget-Eier ausverkauft – Teenager hätten sich ausgerüstet.
Die rund 40 Zivilschützer machten sich also auf das Schlimmste gefasst. Bis um 1 Uhr nachts patrouillierten sie durch Neuenhof. Im Vordergrund stand die Bewachung der öffentlichen Gebäude: Kirche, Schulhäuser, Kindergärten und Bahnhof.
Zahlreiche Gruppen von Kindern und Teenagern zogen durch die Gassen. Verkleidet als Hexe, Screamfratze oder Sensenmann. Wenngleich die meisten in friedlicher Absicht unterwegs waren, erschien doch manch einer verdächtig, nicht wegen des gruseligen Äusseren, sondern wegen des möglichen Inhalts der mitgeführten Taschen. Eier und Farbsprays – der echte Horror an Halloween für die Bewohner und Behörden. Vor Jahren entstand in Neuenhof ein immenser Sachschaden wegen jugendlicher Spray- und Eierattacken.
Seit der Zivilschutz patrouilliert, bleiben die Anschläge aus. Dabei besteht die Arbeit allein darin, Präsenz zu markieren, zu beobachten und die Teenager gegebenenfalls anzusprechen. Kommt es zu Problemen, wird per Funk die Polizei beigerufen, die ebenfalls patrouilliert. «Wir sind dem Zivilschutz dankbar für die wertvolle, unterstützende Manneskraft», resümiert Patric Keller, Einsatzleiter der Regionalpolizei. In Neuenhof sei es an Halloween im Gegensatz zu umliegenden Gemeinden äusserst ruhig geblieben. Wohl auch dank dem Zivilschutz. (mst)






