«Wir hatten deswegen schulfrei»

Der Wettinger Peter - Commarmot erinnert sich - an das Kriegsende.

Peter Commarmot erlebte das Kriegsende am 8. Mai 1945 als Achtjähriger in Bern. «Es wurde im Radio angekündigt, wir hatten deswegen schulfrei.» Er erinnere sich auch noch daran, dass sich in der Turnhalle seiner Berner Schule während etwa drei Wochen Internierte aufhielten, die von Soldaten bewacht wurden. «Während dieser Zeit mussten wir draussen auf dem Teerplatz oder im Wald Sport treiben.» Auch während seiner Ferien bei den Grosseltern in Romanshorn bekam er den Krieg ennet der Grenze mit. «Bei einem Fliegeralarm holte mein Grossvater die Leute in den Keller.» Angst hatte er trotzdem nie: «Es war Alltag.»

Etwa ein halbes Jahr nach Kriegsende war er dabei, als der Panzerjäger G 13 auf dem Berner Bundesplatz durchfuhr. In Erinnerung seien ihm auch die amerikanischen Truppen, die nach Kriegsende in der Schweiz Urlaub machten und der Bevölkerung Kaugummis verteilten. «Das hatten wir vorher nicht gekannt. Unsere Lehrerin mahnte uns, nicht um die Kaugummis zu betteln.» (bär)

 

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