Wettinger Holzbirnbaum ist gerettet
Die SKK Landschaftsarchitekten feiern ihr 40-JahrJubiläum mit einer ganz speziellen Aktion: Sie retten die Wettinger Holzbirne.
![Drei Jungbäume wurden am letzten Freitag im Kloster Wettingen gepflanzt. zVg ]]>](/fileadmin/_processed_/3/e/csm_lw_2014-12-18_750_0900_48189_IMG_6120_126ccf7ded.jpg)
«Wer Bäume pflanzt, glaubt an die Zukunft», sagt Peter-Paul Stöckli, Senior der Wettinger Planungsfirma SKK Landschaftsarchitekten. Am Freitag wurde der Grundstein dafür gelegt, dass im Wettinger Kloster die historische Mostbirnensorte wieder wächst: Es wurden drei Jungbäume gepflanzt. Der Ort ist bewusst gewählt. Wie aus verschiedenen älteren Texten geschlossen werden kann, stammt die Wettinger Holzbirne nämlich aus dem Kloster Wettingen. Von ihr sollen grosse Impulse für den Wein- und Obstbau ausgegangen sein. Vermutlich wegen der arbeitsintensiven Ernte der kleinen Früchte ist die Sorte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Vergessenheit geraten.
Mit der Pflanzung nahm am Freitag ein spannender Prozess sein Ende. Die Landschaftsarchitekten liessen zuvor den wahrscheinlich letzten Baum dieser Art in Wettingen durch den Badener Baumschulisten Toni Suter Reiser abnehmen und daraus neue Bäume kultivieren. «Die Vermehrung ist gelungen und die zehn Jungpflanzen sind im Laufe der letzten vier Jahre in der Baumschule zu schönen Hochstammbäumchen herangewachsen», freut sich Stöckli.
Drei weitere Jungbäume wurden an interessierte Wettinger abgegeben. Diese Rettungsaktion kam in letzter Minute – der Holzbirnbaum ist inzwischen gestorben.


