Steuerfuss soll auf 95% steigen

Wettingen will investieren: Das Budget weist einen Selbstfinanzierungsgrad von 16 Prozent, einen Umsatz von 110 Mio. Franken und einen Steuerfuss von 95 Prozent vor.

Finanzverwalter Martin Frey (l.) und Gemeindeammann Markus Dieth präsentieren das Budget 2015Foto: bär.

Finanzverwalter Martin Frey (l.) und Gemeindeammann Markus Dieth präsentieren das Budget 2015Foto: bär.

«Wir können ein ausgeglichenes Budget präsentieren, obwohl das nicht selbstverständlich ist», sagt Finanzverwalter Martin Frey. Nach neuem Rechnungsmodell 2 (HRM2) dürfte man gemäss Kanton auch einen Verlust budgetieren.

Was die Bevölkerung wohl am meisten interessiert, ist die geplante Steuerfusserhöhung von 92 auf 95 Prozent. «Sie ist auf die Zukunft ausgerichtet und ermöglicht uns, die anstehenden Investitionen zu stemmen», begründet Gemeindeammann Markus Dieth. Die Erhöhung ergibt Mehreinnahmen von rund 1,5 Mio. Franken. Investiert wird im nächsten Jahr vor allem in Bauten im Bildungsbereich: 11,49 Mio. Franken für den Neubau Schulhaus Zehntenhof inkl. Provisorium, 3,2 Mio. Franken für die Aufstockung Schulhaus Margeläcker, 1 Mio. Franken für den Neubau der Turnhalle Margeläcker 1. Tranche sowie 2,5 Mio. für Bauprojekte Sanierung Tägi und 6,5 Mio. Franken für diverse Strassensanierungen. Davon selber finanzieren kann die Gemeinde knapp 4 Mio. Franken, was einem Selbstfinanzierungsgrad von knapp 16% entspricht. «Dieser Wert ist bescheiden, man muss ihn aber in Relation mit den hohen Investitionsausgaben bringen», so Frey. Zudem sei es ein idealer Zeitpunkt zum Investieren, da auf dem Markt zurzeit günstige Zinskonditionen herrschten. «Wir machen eine professionelle Bewirtschaftung und ein Drittel der Darlehen läuft kurzfristig.» Um für die Zukunft fit zu sein, will man die anstehenden Sachaufwendungen wie beispielsweise Liegenschaftsunterhalt und notwendige Sanierungen anpacken. «Es wäre falsch, bei der jetzigen Steuerfusserhöhung eine Politik des Herausschiebens auszuüben», so Dieth.

Der Umsatz liegt bei 110 Mio. Franken. Das sind 0,68% oder 750 000 Franken mehr als in diesem Jahr. Rund ein Drittel der budgetierten Ausgaben fliessen in die Bildung, rund ein Viertel in die Soziale Wohlfahrt und ein Siebtel in die Allgemeinde Verwaltung. Der Vergleich mit Referenzgemeinden zeigt, dass der Verwaltungsaufwand von 383 Franken pro Einwohner in Wettingen im Vergleich zu den durchschnittlichen 414 Franken tief liegt.

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