SSRB-Alters-Arena 2012
Über 100 Mitglieder des SRRB folgten am 25. Oktober der Ein- ladung ins Rathaus Wettingen zum Thema «Beziehungspflege im Alter – Netzwerke knüpfen und pflegen».

0Nach einem kurzen einführenden Film über Beziehungen im Alltag erläuterte Referentin Stefanie Becker, Institut Alter der Fachhochschule Bern, die wesentlichsten Punkte aus verschiedenen Perspektiven. Der Mensch braucht soziale Beziehungen von der Geburt bis zum Lebensende. Ein Lächeln ist der kürzeste Weg von Mensch zu Mensch. Jemanden zu haben, der an einen glaubt und zu einem steht, oder für andere zu sorgen, bringt Befriedigung und Verantwortung, schafft ein Vertrauensverhältnis. Personen, die Hilfe und Unterstützung erhalten in ihrem Umfeld, haben eine bessere Chance auf eine höhere Lebenserwartung. Es kommt nicht darauf an, wie viele Beziehungen man hat, sondern dass es gute sind. Auch übers Telefon können Kontakte aufrechterhalten werden. Eine Kleinigkeit, ohne grossen Aufwand, kann beim andern vieles bedeuten und bewirken. Es ist ein Geben und Nehmen. Die emotionale Qualität muss stimmen. Je enger die Beziehung, desto grösser ist der positive oder auch der negative Effekt, weil man eher verletzt werden kann. Eine wahrgenommene soziale Unterstützung fördert das Gefühl, eine geschätzte und kompetente Person zu sein. Mit der Aufmunterung, im Alltag doch einfach aufeinander zuzugehen, schloss Stefanie Becker ihren sehr anregenden Vortrag ab.
Dieser Aufforderung folgten die Anwesenden danach ausgiebig. Bei einem Glas Wein und Speckzopf liessen sich bereits bestehende Bekanntschaften pflegen und dazu auch viele neue Beziehungen knüpfen. (azi)


