Präsident ist auch Exkursionsleiter

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Nebst seinem neuen Amt als Einwohnerrats-Präsident ist Marco Kaufmann in Vollzeit als Landschaftsarchitekt in einem Ingenieurbüro tätig, das sich auf Fluss- und Wasserbau spezialisiert hat. Hochwasserschutz und Renaturierung von Flüssen – oft in Kombination – bestimmen Kaufmanns Arbeitsalltag.
Er ist in der glücklichen Position, sein Hobby und seine privaten Interessen im Beruf umsetzen zu können, denn die Natur liegt ihm am Herzen. Das hat sich auch beim Hausbau niedergeschlagen. Das moderne Gebäude, in das Marco Kaufmann im letzten Juli mit seiner Frau Isabelle und seinen Kindern Milena und Delia gezogen ist, ist erst das vierte Gebäude im Aargau und das erste in Wettingen, das den Minergie-P-Eco-Standard aufweisen kann.
«Es ist ein Haus nach den strengsten energetischen und ökologischen Kriterien, das aber dennoch alle modernen Ansprüche erfüllt», erklärt Kaufmann, als wäre dies nichts Besonderes. Das Familienauto fährt ausserdem mit Biogas.
In der Baukommission sei er stets ein wenig wegen seines Einsatzes für Vogelnistplätze belächelt worden. In seinem neuen Heim finden nun nicht nur Mauersegler, sondern auch Fledermäuse eingebaute Nistplätze. Letztere seien im Sommer schon eingezogen, auf Erstere freut sich die Familie im kommenden Sommer.
Marco Kaufmanns zeitintensivstes Hobby ist denn auch seine inzwischen gut 15 Jahre dauernde Mitgliedschaft im Vorstand des Natur- und Vogelschutzvereins Wettingen, wo er unter anderem Exkursionen und Arbeitseinsätze organisiert. Im Vogelschutzverein ist er bereits seit der Schulzeit Mitglied, als er einen Ornithologie-Grundkurs des Vereins besucht hat. In weiteren Kursen hat er es bis zum Exkursionsleiter gebracht. Dieses Wissen kann er auch geschäftlich bei Bauprojekten nutzen.
Beruflich wird es auch nach der Wahl zum Einwohnerratspräsidenten gleich weitergehen. Privat steht im Sommer die Einschulung von Marco Kaufmanns Tochter Milena an.
An den Start des Präsidiums geht Kaufmann mit Freude heran. In den letzten zwei Jahren als Vize-Präsident sei diese Wahl ja absehbar gewesen, so sagt er. Dennoch hofft er, dass nach der hektischen Hausbauphase im letzten Jahr etwas Ruhe und Normalität einkehren: «Auch wenn mit dem Präsidium ja wieder etwas Neues kommt.»


