Offenes Rennen ist klar ausgegangen

Mit 1651 Stimmen ist der parteilose Phillipe Rey im zweiten Wahlgang in den Gemeinderat gewählt worden.

Jürg Baumann mit 1478 Stimmen.Michael Merkli mit 760 Stimmen.Philippe Rey mit 1651 Stimmen.Helen Suter mit 1431 Stimmen.

Jürg Baumann mit 1478 Stimmen.Michael Merkli mit 760 Stimmen.Philippe Rey mit 1651 Stimmen.Helen Suter mit 1431 Stimmen.

Das Rennen sei offen, sagten alle vier Gemeinderatskandidaten im Vorfeld der Wahlen. Mit 171 Stimmen mehr auf den zweitplatzierten Jürg Baumann, SVP (1478), hat nun aber Philippe Rey einen deutlichen Vorsprung auf die anderen Kandidaten. «Ich habe nicht mit dieser Deutlichkeit gerechnet und freue mich umso mehr», kommentiert Rey. Enttäuscht zeigten sich die Zweit- und Drittplatzierten, die sich Chancen erhofft hatten. «Die Stimmbürger waren der Ansicht, dass ein Parteiloser neuen Wind in den Gemeinderat bringt, da er unabhängig von jeglichem Gedankengut der Parteien ist», so Jürg Baumann, der für die SVP einen zweiten Sitz gewinnen wollte. Mit der Nicht-Wahl von Helen Suter, (EVP, 1431), hat die EVP nach dem Rücktritt von Vizeammann Heiner Studer sogar einen Sitz verloren. «Die Wettinger wollten einen Wechsel, den sie sich mit der Wahl von Philippe Rey nun versprechen», mutmasst Suter. Weil sie gehofft hatte, den Sprung in die Exekutive zu schaffen, habe sie bewusst auf eine erneute Kandidatur als Schulpflegerin verzichtet. «Ich will meine politische Behördenarbeit in der Schulpflege nun gut abschliessen und mich weiterhin als Einwohnerrätin engagieren.»

Mit 760 Stimmen deutlich auf dem vierten Platz gelandet ist Michael Merkli (BDP). Er sah sich als Alternative zu Rey. «Hätte er nicht kandidiert, wäre ich höchstwahrscheinlich gewählt worden», so Merkli. Er glaubt nicht, dass er dem SVP-Kandidaten Stimmen weggenommen hat. «Es gingen ja sogar Stimmen aus der SVP an Rey.» Merkli fühle sich durch das Wahlergebnis bestärkt und werde sein politisches Engagement in Zukunft eher noch verstärken. «Ich habe den aktivsten Wahlkampf betrieben und auf der Strasse viel positives Feedback erhalten.»

Der gewählte Rey hat klare Ziele für sein Amt als Gemeinderat: «Ich will die Lebensqualität in Wettingen erhalten, oder sogar verbessern.» Allerdings will er nicht alles umwälzen. «Im Moment funktioniert es in Wettingen ja soweit gut.»

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