Neubau Fohrhölzli ist auf Kurs

Das Elektrizitäts- und Wasserwerk Wettingen (EWW) schliesst das Geschäftsjahr 2012 mit positiven Zahlen ab. Auch beim Neubau Fohrhölzli kommt man zügig voran.

Vor dem EWW-Rohbau im Fohrhölzli:Gemeinderat Roland Kuster und EWW-Geschäftsführer Peter Wiederkehr.
Vor dem EWW-Rohbau im Fohrhölzli:Gemeinderat Roland Kuster und EWW-Geschäftsführer Peter Wiederkehr.

«Beim EWW herrscht Aufbruchstimmung», sagt Gemeinderat Roland Kuster. Damit spricht er nicht nur das Energiethema an, das in aller Munde ist, sondern auch den Umzug von der Landstrasse ins Fohrhölzli. Der kalte, lange Winter habe die Bauarbeiten zwar verzögert, dennoch kann der Umzugstermin im September voraussichtlich eingehalten werden.

Noch trifft man am neuen Standort vorwiegend Bauarbeiter an. Bald ist der Rohbau fertig. «Im Juni wird auf dem Dach eine Photovoltaikanlage erstellt, dank der wir eigenen sauberen Strom fabrizieren können», sagt Peter Wiederkehr, Geschäftsleiter des Elektrizitäts- und Wasserwerks Wettingen (EWW). Zurzeit starten die Handwerker mit dem Innenausbau, danach werden die Salzsilos versetzt und am Schluss wird die Umgebung gestaltet. Mit 9,1 Mio. Franken ist der Neubau Fohrhölzli die grösste Investition in den Jahren 2012 bis 2016.

 

Gesamthaft investiert das EWW in den vier Jahren rund 22 Millionen Franken. Zwei Projekte betreffen den Ausbau der Wasserversorgung. Da wäre beispielsweise das Grundwasserpumpwerk Tägerhardwald, das zusammen mit den Gemeinden Neuenhof und Würenlos realisiert wird. Gesamthaft kostet es knapp 12 Millionen, Wettingen übernimmt knapp 5 Millionen Franken. Der Kredit ist bereits gesprochen, in den nächsten Tagen wird das Baugesuch aufgelegt. Ende 2015 soll das neue Grundwasserpumpwerk in Betrieb genommen werden.

Wegen der Lage in der Lägernschutzzone werden die Quellsanierung und der Neubau Reservoir Birch nicht so schnell realisiert werden können. Es gab keine Einsprachen auf das Baugesuch, dieses ist zurzeit zur Prüfung beim Kanton und wird aufgrund der Lage in der Schutzzone auch noch vom Bund geprüft. Die Bauarbeiten sollen Ende 2016 fertig sein und rund 8,1 Mio. Franken kosten.

Trotz dieser hohen Investitionen ist das EWW schuldenfrei. Die Finanzierung erfolgte durch Eigenmittel. Die Rechnung schliesst mit Ertragsüberschüssen ab. Bei der Wasserversorgung beträgt er 247465 Franken, bei der Elektri-zitätsversorgung 774025 Fran-ken und im Elektrofachgeschäft 77745 Franken.

Die Bevölkerung kann sich über den Ertragsüberschuss beim Strom freuen: «Dieser wird in der nächsten Tarifanpassung berücksichtigt», sagt Wiederkehr. Beim Wasser wird der Ertragsüberschuss für die anstehenden grossen Investitionen verwendet und beim Laden fliesst er in die Reserven.

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