Nachhaltiges Bauen

Architekt Daniel Huber, 5Architekten AG (l.), und Marco Kaufmann. Foto: zVg
Architekt Daniel Huber, 5Architekten AG (l.), und Marco Kaufmann. Foto: zVg

 In der Einwohnerratssitzung vom 15. März wird der Einwohnerrat diverse Themen rund um das Thema Energie debattieren. Als Einstieg boten Einwohnerratspräsident Marco Kaufmann und Einwohnerrat Leo Scherer den Mitgliedern an zwei Samstagen die Möglichkeit, ihre Wohnhäuser zu besichtigen und sich über das Thema nachhaltiges Bauen zu informieren.

Das Mehrfamilienhaus von Leo Scherer von 1951 mit elf Wohnungen wurde vollumfänglich nach dem Standard Minergie-P saniert. Eine auf dem Dach montierte Photovoltaik-Anlage und die Photovoltaik-Anlage in den Südfenstern des Dachaufbaus erzeugen rund 16000 kWh Solarstrom. Eine thermische Solaranlage unterstützt die Warmwasseraufbereitung und die Heizung. Die fehlende Fremdenergie wird mit einer Holzpellets-Heizung klimaneutral erzeugt und die Eigenenergieversorgung mit Solarstrom beträgt 26 Prozent. Diese Sanierung zeigt, wie Wohnbauten nach Minergie-P-Standard saniert und der CO-Ausstoss massiv gesenkt werden kann. Das sanierte Gebäude wurde im Oktober 2011 mit dem Schweizer Solarpreis ausgezeichnet.

Das Einfamilienhaus von Marco Kaufmann wurde im Sommer 2011 fertiggestellt. Das Minergie-P-Eco-zertifizierte Gebäude ist im Kanton Aargau erst das vierte mit diesem strengen Label. Das Gebäude wurde als solares Direktgewinnhaus konzipiert. Ein Grossteil der benötigten Heizenergie wird über die Sonneneinstrahlung durch die Fenster gewonnen und in der Gebäudemasse gespeichert. Das System wird mit thermischen Solarkollektoren für das Warmwasser und die Heizungsunterstützung ergänzt. Die fehlende Wärme kann mittels eines Pellets-ofens erzeugt werden. Den Härtetest in diesem ausserordentlichen Winter hat das Gebäude bestens bestanden. Mit der Nutzung von Regenwasser für die WC-Spülung und den Garten kann viel Trinkwasser eingespart werden. In die Gebäude-Fassade wurden zudem Nistplätze für Mauersegler gebaut. Ein spezieller Dachrandabschluss bietet für Fledermäuse Unterschlupf. Im Garten bilden die Steinkorb-Stützmauern vielen Kleintieren Versteck- und Wohnmöglichkeiten. Die Bepflanzung besteht weitestgehend aus einheimischen Pflanzen. (mk)

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