Minigolfanlage und Kinderplanschbecken erwünscht

Der Einwohnerrat soll nicht im Schnellverfahren über die Tägi-Ertüchtigung entscheiden müssen. Deshalb diskutierte er bereits an seiner September-Sitzung über die verschiedenen Module des Zwischenberichts, bevor er dann im Dezember darüber abstimmen wird. Das Stimmvolk soll nächstes Frühjahr über die Kreditvorlage entscheiden.
Bereits kristallisierte sich heraus, dass die Erweiterung des Kinderplanschbeckens gute Chancen hat, während das Aussenwarmbecken und eine Wellnessanlage von rechts und links kritisiert wurden. Aus energetischen und finanziellen Gründen, wie Markus Maibach, SP, begründete, und genau wissen wollte, wie viel Energie bei dessen Verzicht gespart würde. Für Andreas Rufener, EVP, ist der Botta-Bau in Baden der Grund, in Wettingen kein Konkurrenzangebot zu schaffen. Martin Egloff, FDP: «Well- ness-Angebote sind in der Region bereits durch private Institutionen abgedeckt.» Einzig Patrick Bürgi, CVP, gab zu bedenken, dass der jetzige, wenig attraktive Saunabereich bereits stark genutzt werde. «Ein Wellnessanbau ist also sinnvoll», gab er Gegensteuer.
Einig war man sich, dass die Minigolfanlage weiter bestehen soll. Andreas Rufener, EVP, sorgte sich, weil sie im Konzept nicht erwähnt war, und liess sich von Gemeindeammann Markus Dieth bestätigen, dass sie auch künftig beibehalten werden soll.
Einigkeit herrschte beim Thema Traglufthalle: Auf eine Überdeckung des bestehenden 50-Meter-Aussenschwimmbeckens sei zu verzichten. Die Überdachung des Ausseneisfelds hingegen stiess auf Interesse. Zu reden gab jedoch der energetische Aspekt. «Die Überdachung macht aus energetischer Sicht und für eine bessere Eispflege Sinn», so Bürgi. Leo Scherer, WettiGrüen, hingegen fehlten Informationen darüber, welche Energie zur Eisproduktion verwendet werde, und er forderte einen Nachtrag bis im Dezember. «Sonst drohe ich Totalopposition an.»
Wie schon der Gemeinderat will auch die Mehrheit des Einwohnerrats auf das Sporthotel verzichten. Die FDP und CVP brachten in ihrem Voten jedoch zum Ausdruck, dass die Option für eine allfällige spätere Errichtung offen bleiben solle. Patrick Bürgi: «Können Vorbereitungen dafür getroffen werden und wenn ja, was würde das kosten?»
Kurz vor Diskussionsende regte Helen Suter, EVP, an, eine Regenwassernutzung zu prüfen. Und zuletzt stellte Thomas Wolf, SVP, am Ende der Diskussion sogar den Antrag auf einen Marschhalt. Er begründete dies mit ausser Kontrolle geratenen Kosten und fehlenden Zielen. Mit 35 Nein, 11 Ja, und 2 Enthaltungen wurde dieser Antrag deutlich abgelehnt.


