Mehr als ein Fest zum 111. Geburtstag
Der Quartierverein Langenstein-Altenburg feiert sein 111-Jahr-Jubiläum mit der Förderung von Festen in den Quartieren. «Schliesslich beginnt die soziale Integration vor der Haustür», sagt Präsidentin Dominique Girod.

«Die Nachbarschaft beginnt auf den Strassen, an einem Strassenfest hat man die Möglichkeit, einander kennenzulernen», sagt Dominique Girod, Präsidentin des Quartiervereins Langenstein-Alten- burg. Aus diesem Grund fördert der Quartierverein Langenstein in seinem 111-Jahr-Jubiläum Strassenfeste. «Mit einem Strassenfest wird das Gemeinschaftsgefühl im Quartier gestärkt», begründet die Präsidentin, warum dem Vorstand des ältesten Quartiervereins dieses Projekt am Herzen liegt.
Die Vorstandsmitglieder haben deshalb ein Konzept erarbeitet, in dem man alle nützlichen Infos zum Organisieren eines Strassenfests findet: Angefangen von der Adresse, wo man die Bewilligung einholt, bis hin zu Deko-Tipps. Diesen Leitfaden kann man künftig auch online herunterladen und sich bei Fragen bei einer Kontaktperson vom Vorstand melden. «Sogar ein Starterkit mit Bier und Fackeln wird abgegeben», so Girod. Im Geburtstagsjahr bringt der Vorstand das Starterkit bei jedem Strassenfest persönlich vorbei.
Die Präsidentin glaubt, dass durch die Schnelllebigkeit der Gesellschaft solche Strassenfeste nötiger seien denn je. «Früher ist man sich automatisch auf der Strasse begegnet, hat angehalten und sich Zeit für einen Schwatz genommen. Heute rast man mit dem Trottinett, dem Roller oder Auto aneinander vorbei.»
Schon vor der Vermarktung gab es im Quartierverein rund 15 solcher Strassenfeste. «Wir hoffen, dass im Jubiläumsjahr noch viele dazukommen, die danach regelmässig durchgeführt werden.» Mit vier Interessenten wurden bereits Gespräche geführt.
Der Leitfaden wird künftig auch anderen Quartiervereinen zur Verfügung gestellt. «Die Erfahrung zeigt, dass viele es lässig fänden, ein solches Quartierfest zu organisieren, aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen.» Der Leitfaden inklusive Checklisten soll dem Abhilfe schaffen. Finanziert worden ist das Projekt durch den Quartierverein Langenstein-Altenburg. «Es ist unser Geschenk an die Bevölkerung.»


