Maturitätsarbeiten prämiert
Die Aargauische Kulturstiftung Pro Argovia, die Aargauische Naturforschende Gesellschaft ANG und die Historische Gesellschaft des Kantons Aargau HGA haben am 22. Mai fünf aargauische Maturitätsarbeiten ausgezeichnet.
Von den Aargauischen Kantonsschulen wurden 25 Arbeiten für die Prämierung eingereicht. Die drei Trägerorganisationen zeichneten unter anderem folgende Arbeiten von Schülerinnen aus dem Limmatwelle-Gebiet aus: «Zwischen Nutzung und Nutzern» von Anina Riniker, KS Wettingen, und «Musicalissimo – ein Lernspiel für Violine und Klavier» von Katrin Wyss, KS Wettingen. Die prämierten Arbeiten zeichnen sich durch eine intensive und tiefgreifende Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Themen aus, welche sorgfältig dokumentiert wurden.
In der Arbeit von Anina Riniker geht es um Fabriken, Lagerhallen, Kinos, Wohnhäuser ebenso wie um Schuppen, Büros und Säle. Riniker hat sich in diese Zwischenräume begeben und zwei Formen von Zwischennutzungen untersucht, das ehemalige Kino Royal in Baden, das zum kulturellen Eventtreffpunkt wurde, und das Neubad in Luzern, das ehemalige städtische Hallenbad, dessen leeres Bassin sich zum Konzertlokal und Ausstellungsraum verwandelte. Riniker ist ein fundiertes Werk mit hohem innovativem Gehalt und aktueller gesellschaftlicher Relevanz gelungen.
Katrin Wyss hat im Rahmen ihrer Arbeit mit Musicalissimo ein neuartiges, sinnvolles und praktisches Lern-Spiel zum Notenlesen erfunden. Katrin Wyss hat ihre Gedanken und Recherchen sowie die Umsetzung zu jeder Phase der Spielentwicklung vorbildlich und exemplarisch strukturiert sowie sprachlich hervorragend formuliert zu Papier gebracht. Sie hat sich grundlegende Gedanken gemacht, wie das Lernen des Notenlesens unterstützt werden kann. Sie bedient sich in dem von ihr entwickelten Spiel eines methodisch sinnvollen Elements: Die Noten werden nicht lediglich Tönen zugeordnet, sondern auch der jeweiligen Handstellung, Griffen und der Haltung der Hand. (ss)


