Kampf um Hundertstelsekunden
Seit Jahren machen die Senioren den Auftakt ins Wettiger Fäscht. Danach folgen gleich - die Kleinsten und küren den besten Sprinter des grössten Dorfes der Schweiz.
Dabei wurde verbissen um jeden Zentimeter gekämpft. Während die Erstklässer noch nicht so zahlreich an den Start gingen, war danach die Konkurrenz riesengross. Wenn es dann Richtung Oberstufe geht, ist der Wettkampf wohl nicht mehr cool genug und die Teilnehmerzahlen gingen rapide zurück. Insgesamt starteten rund 300 Kinder aus der Primarschule beim Rennen um «de schnellschti Wettiger».
Bei den kleinsten Sprinternwar das mit der Bahneinteilung nicht immer so ganz klar und so konnte es schon einmal sein, dass zwei Knirpse auf derselben Bahn einliefen. Das machte es für die Organisatoren des SV Lägern nicht einfach. Angefeuert wurden die kleinen Leichtathleten von Hunderten von Mamis, Verwandten und Götti. Obwohl mit der Zeitmessung nicht alles reibungslos klappte, tat dies der guten Stimmung keinen Abbruch. Die meisten waren zufrieden, dass sie sportlich in die Sommerferien gestartet sind und als Belohnung ein schönes T-Shirt bekamen. Der eine oder andere Dreikäsehoch konnte jedoch eine Träne nicht zurückhalten, weil er sich schon mehr erhofft hatte.
Zufrieden war sicherlich Lisa Mösching. Sie war klar die Schnellste und blieb als einziges Mädchen über die 60 Meter unter neun Sekunden. Überhaupt war die Familie Mösching sehr erfolgreich, siegte doch ihre Schwester Fiona in ihrer Kategorie. Schnellster Knabe warJovi Phan, jedoch nur haudünn vor Alex Kübler, der satte zwei Jahre jünger ist, was in diesem Alter ein Riesenunterschied ist.
Am Ende bekamen die Schnellsten von Wettingens Sportministerin Antoinette Eckert die Medaillen überreicht. Und wer weiss,für den einen oder anderen ist dies vielleicht der Start in eine Leichtathletik-Karriere, werden doch die zwei Schnellsten pro Jahrgang die Gemeinde Wettingen bei den kantonalen Wettkämpfen vertreten.










