Kampf gegen die Hitze mit entsiegelten Parkplätzen

Die Parkplätze sind umgestaltet und mit Rasengittersteinen und Pflanzenstreifen versehen worden. zVg
Die Parkplätze sind umgestaltet und mit Rasengittersteinen und Pflanzenstreifen versehen worden. zVg

Die öffentlichen Parkplätze an der Staffelstrasse wurden durch den Werkhof umgestaltet. Damit soll der Boden wieder «atmen» können.

Asphaltierte Flächen heizen sich im Sommer auf über 60° C auf und speichern die Hitze, was die Lebensqualität im Quartier stark beeinträchtigt. Zudem fliesst Regenwasser ungenutzt in die Kanalisation. Das soll sich nun an der Staffelstrasse bei der Schulanlage «Altenburg» durch die Umgestaltung der öffentlichen Parkplätze ändern, wie es in der Gemeindemitteilung heisst.

Die Umgestaltung umfasst den Ersatz des geschlossenen, asphaltierten Bodenbelags durch Rasengittersteine und biodiverse Kiesflächen sowie die Pflanzung von sechs neuen Bäumen verschiedener Eichenarten. Das Ziel ist es, den Boden wieder «atmen» und Regenwasser direkt vor Ort versickern zu lassen. Durch die nun bessere Verdunstung wird das Mikroklima spürbar verbessert und trägt zur Kühlung bei. Auch die Kanalisation werde so bei Starkregen entlastet.

Parkplätze angepasst

Die neu angelegten biodiversen Kiesflächen, oft als Ruderalflächen bezeichnet, sind wertvolle Lebensräume für spezialisierte Pflanzen und Insekten, die mit kargen, trockenen Bedingungen zurechtkommen.

Im Gegensatz zu toten Schottergärten (mit Vlies) bestehen diese Flächen aus einer offenen, unversiegelten Kiesschicht, die Lebensraum und Nahrung bietet und mit der Zeit vollständig überwächst.

Trotz der Umgestaltung bleibt die bisherige Nutzung erhalten. Die Parkplätze wurden den aktuellen Normen in Länge und Breite angepasst, bleiben aber in der Anzahl vollständig für Anwohnende und Besuchende bestehen. Die neuen Bodenbeläge sind robust und befahrbar. (zVg)

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