«Mahnmal» vor dem Pflegeheim
Mit einem Bauwagen machte die Stiftung Sonnmatt auf das abgelehnte Baugesuch für den Erweiterungsbau aufmerksam.
Leser Paul von Matt schickte der Redaktion Ende Juni ein Mail und schrieb: «Ich habe heute eine interessante Entdeckung gemacht in Neuenhof. Direkt vor der Sonnmatt steht die neue Lösung: mobiles Pflegeheim mit interessantem Innenausbau für sechs Personen und einer Pflegerin. Diese ‹mobile Lösung› braucht keine Baubewilligung.» Damit spricht der Leser das Baugesuch für den geplanten Erweiterungsneubau an. Es lag im Juni 2025 auf und wurde aufgrund fehlenden Gestaltungsplans abgelehnt (die Limmatwelle berichtete).
Zur Erinnerung: Die Alterssiedlung plante 22 neue Wohneinheiten für total 23 Personen. Damit wollte die Sonnmatt zusätzliche Dienstleistungen anbieten sowohl für Wohnen mit Dienstleistungen (betreutes Wohnen, Spitex) als auch für stationäre Pflege. Der Erweiterungsbau sollte mit dem bestehenden Gebäude auf der gesamthaft 8850 m² grossen Parzelle verbunden werden, hätte an dessen Nordseite grenzen sollen und wäre parallel zur Limmat gestanden.
Mit dem Aufstellen des mobilen Bauwagens vor ihrem Altersheim wollte die Stiftung Sonnmatt auf die Ablehnung des Baugesuches aufmerksam machen. «Weil mobile Lösungen keine Baubewilligung benötigen», begründet Geschäftsführer Thomas Zeller die Aktion. Mittlerweile sei die Bevölkerung über die Ablehnung informiert und die Bedeutung des Bauwagens habe vom Informationspunkt zum Mahnmal gewechselt. «Nun ist der Gemeinderat gefordert, denn Neuenhof benötigt 100 Pflegeplätze und 65 davon fehlen», fügt Zeller an.






