Jubiläumskonzert Antonius-Chor
In einem festlichen Konzert führt der Antonius-Chor, zusammen mit dem Kirchenchor Cäcilia Spreitenbach und den Bridge Singers Würenlos, am 14. September um - 17 Uhr die «Krönungsmesse» von Wolfgang Amadeus Mozart auf.

Doch weshalb heisst das Werk eigentlich so? Wer wird oder wurde da gekrönt? Sehr wahrscheinlich entstand die Messe für den Ostergottesdienst 1779 am Salzburger Dom, der auf den 4. April fiel; Mozart datierte sie am 23. März 1779. Unmittelbar nach Mozarts Tod wurde die C-Dur-Messe KV 317 zur bevorzugten Komposition für Gottesdienste bei Kaiser- und Königskrönungen sowie bei Dankgottesdiensten. Zum ersten Mal dürfte sie im Rahmen der Krönungsfeierlichkeiten für Kaiser Franz II. verwendet worden sein. Die wahrscheinlich ursprünglich kapellinterne Bezeichnung Krönungsmesse ist, von der Wiener Hofmusikkapelle ausgehend, bald Allgemeingut geworden. Der Name Krönungsmesse ist erst für das Jahr 1873 schriftlich nachgewiesen. Der Umstand, dass die Mozarts der Wallfahrtskirche Maria Plain bei Salzburg in tiefer Frömmigkeit verbunden waren, veranlasste 1907 einen Mozart-Forscher zu der unbeweisbaren Feststellung, die Krönungsmesse wäre für das alljährliche Maria-Plainer-Krönungsfest, das im Jahre 1779 am 27. Juni begann, komponiert worden – eine sich hartnäckig haltende Legende. Wie dem auch sei – am Sonntag, 14. September, erklingt diese Messe nicht zu einer Krönung, sondern zum 60-Jahr-Jubiläum von Pfarrei und Kirchenchor St. Anton. (ts)


