Innovativ und vielfältig
Am 15. Oktober präsentierten Studierende der Hochschule für Technik Rapperswil im Rathaussaal ihre Projekte zur Raum- und Verkehrsplanung in Wettingen. Ihre Ideen sind innovativ und er-frischend vielfältig.

Von der Vorlesung in die Praxis. – Als Partnergemeinde der Hochschule für Technik Rapperswil HSR ermöglichte Wettingen rund 130 Studierenden, ihr theoretisches Wissen an einem praktischen Beispiel zu prüfen. Während der letzten eineinhalb Jahre analysierten die Studierenden die Raum- und Verkehrssituation der Gemeinde und erarbeiteten eigene Projektideen dazu.
Mitte Oktober präsentierten die Hochschüler die besten neun Arbeiten öffentlich im Rathaussaal. Die Projekte reichen von Semesterübungen der Studierenden im 1. Semester bis zu Abschlussarbeiten von Bachelor-Absolventen. Darunter sind Konzepte zur Landschaftsarchitektur, wie ein Stadtteilpark St. Sebastian, und zur Verkehrsplanung mit Tempo-30-Zonen und verbesserten Fahrradwegen. Zudem haben die Lernenden auch klassische Siedlungsentwürfe entworfen, so zum Beispiel eine moderne Wohnsiedlung mit orientalischem Flair. «Wir haben mit den Häuserkomplexen sozusagen LEGO gespielt, bis uns dann die Konstruktion an einen orientalischen Bazar erinnerte», erklärt Student Luigi Poppa (34) die Inspiration. Für Student Martin Lutz (26) war insbesondere die Arbeit im Team spannend: «Gruppenarbeit ist ein Miteinander. Aus verschiedenen Ideen muss eine gemeinsame Lösung gefunden werden.» Am Projekt bemängeln die Studierenden einzig den enormen Zeitdruck.
Gemeindeammann Markus Dieth schätzt das Engagement der Studierenden, es seien «studentische Visionen mit Bodenhaftung». Die angehenden Raumplanerinnen und Raumplaner hätten von einer «Spielwiese, die der Realität entspricht» profitieren können. Die Gemeinde ihrerseits könne nun aus einem «grossen Ideentopf» schöpfen.


