«Heinrich» hat gesiegt
Im Herbst 2015 soll auch die letzte Aargauer Kantonsschule eine Dreifachsporthalle haben.

Das Siegerprojekt «Heinrich» stammt vom Bieler Architektenteam «:mlzd». Es soll nun so weit ausgearbeitet werden, dass im Herbst die Baueingabe gemacht und zwei Jahre später Eröffnung gefeiert werden kann. Rektor Kurt Wiedemeier freut sich über die Wahl. «Ich stehe absolut dahinter. Man merkt, dass die Architekten ein Gespür für die Klosterhalbinsel haben.»
Obwohl das Architekturbüro im Kanton Bern beheimatet ist, hat es einen Bezug zum Aargau und zum Wettinger Kloster. Die Architekten haben bereits den Umbau der historischen Löwenscheune und den Erweiterungsbau mit vorgehängter Blätter- und Blütenfassade aus Aluminium geplant. Der Projektname Heinrich nimmt Bezug auf Kloster-Stifter Ritter Heinrich von Rapperswil.
Mit der Dreifachsporthalle habe die Kantonsschule das Raumproblem für den Sportunterricht gelöst, so Wiedemeier. «Wettingen ist die letzte Kantonsschule, die noch keine Dreifachsportturnhalle hat», sagt François Chapuis, Leiter Immobilien Aargau. Dank dem unterirdischen Bau bleibt die Rasenfläche erhalten und kann als Fussball- und Sportfeld genutzt werden. «Eine der Herausforderungen war es, Tageslicht in die Hallen zu bringen», so Architekt Pat Tanner. Damit keine einseitige Lichtquelle entsteht, hat man das Oberlicht nicht oberhalb der Turnhalle, sondern in Form einer Wasserfläche entlang der ganzen Hallenlänge angebracht. Diese dient auch als Sonnenlichtschutz und ist drei Meter breit, 50 Meter lang und 20 Zentimeter hoch.


