Gemeinderat stellt sich gegen ein Strassenunterhaltsmoratorium
Der Gemeinderat sieht weiterhin Sanierungsbedarf bei den - Wettinger Strassen - und Werkleitungen.
![Gemeinderat Markus Maibach sprach in der Pressekonferenz über die kommenden Sanierungsarbeiten. Foto: pn ]]>](/fileadmin/_processed_/8/7/csm_lw_2015-01-15_750_0900_76862_Gemeinderat_Markus_Maibach_spricht_ueber__d59154c0ba.jpg)
Im September stellte Einwohnerrat Christian Wassmer (CVP) in einer Interpellation diverse Fragen, welche sich kritisch mit den Strassensanierungen der Gemeinde Wettingen beschäftigen. Nun nimmt der Gemeinderat Stellung und spricht sich gegen ein zweijähriges Strassensanierungsmoratorium aus. Noch immer herrsche ein grosser Nachholbedarf in Bezug auf den Werterhalt der Strassen, erklärt der Gemeinderat. Rund 18% seien in einem schlechten bis kritischen Zustand. «Unser Ziel ist es, ähnliche Verhältnisse wie in Baden zu schaffen», sagt Gemeinderat Markus Maibach. In der Nachbargemeinde sind es gerade einmal sieben Prozent der Strassen, die als sanierungsbedürftig gelten. «Somit müssen wir am momentanen Kurs festhalten», so Maibach, «ein Moratorium hätte sowohl Kurz- als auch Langzeiteffekte zur Folge.» Diese würden die finanziellen Einsparungen im Falle eines Baustopps voraussichtlich übersteigen. Zudem müssten bei einem solchen Beschluss bereits zu diesem Zeitpunkt sechs geplante Projekte gestoppt oder verschoben werden.
Gemeinderat beantragt Kredit für die Sanierung der St. Bernhardstrasse Die Werkleitungen und Strassenbeläge der St. Bernhardstrasse im Bereich Scharten- bis Rebhaldenstrasse weisen Sanierungsbedarf auf. Hierfür beantragt der Gemeinderat einen Kredit von 1686000 Franken, wobei der Einwohnergemeinde ein Kostenanteil von rund 974000 Franken zukommt. Nebst der Vergrösserung der Kanalisation und Erneuerung der Werkleitungen sollen im nördlichen Teil der St. Bernhardstrasse zudem vereinzelt Bäume und Hecken gepflanzt werden. Durch den Einbezug der Seitenräume würden eine Verkehrsberuhigung und erhöhte Sicherheit des Langsamverkehrs erreicht werden: «Grundlegend bei der Sanierung sind der Erhalt und die Verbesserung des Quartiercharakters», so Gemeinderat Markus Maibach. Zudem sieht das Projekt den Bau eines überfahrbaren Gehwegs vor. Die Tempo-30-Zone soll in den betroffenen Strassenabschnitten indes beibehalten werden.
Grundlegende Sanierung erforderlich Kürzlich wurden die Winkelstrasse Süd sowie die Zentralstrasse saniert. Nun soll als Fortsetzung des Projektes die Sanierung der Winkelriedstrasse Mitte, der Kollerstrasse und des Fischerwegs folgen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 2590000 Franken, wovon die Einwohnergemeinde 1520000 Franken zu tragen hätte. Geplant sind sowohl eine Erneuerung der Strassenbeläge als auch eine Sanierung der Werkleitungen. Die Fussgängerführung an der Winkelriedstrasse soll anhand eines Absatzes hervorgehoben werden, dieser wäre für die Automobilisten jedoch überfahrbar: «Wir verfolgen hierbei einen Koexistenz-Ansatz», sagt Gemeinderat Markus Maibach. Aufgrund der spärlichen Platzverhältnisse würde die Sanierung in mehreren Bauetappen durchgeführt werden.


