«Garten JEden» gestartet
Es regnete und stürmte, als die Wettinger am Sonntag ihre Gartenboxen bepflanzten.

Doch eigentlich passe das zum Thema: «Schliesslich brauchen Pflanzen Wasser», sagte Thomas Zehnder, Mandatsträger der Jugendarbeit Wettingen, bei der Begrüssung. 25 Kisten konnten von der Jugendarbeit vermittelt werden, wurden am Sonntag von den Besitzern auf dem Rathausplatz mit Setzlingen bepflanzt und am Montag an die 12 verschiedenen Standorte gebracht. Sie stehen nun ein Jahr lang auf Wettinger Privatgrundstücken, bei Kindergärten und Krippen sowie auf Firmengeländen.
Von diesem Projekt solle die ganze Bevölkerung profitieren. Bewusst sind die Boxen an öffentlich zugänglichen Stellen platziert. «So kann die Bevölkerung beim Pflanzen, beim Beobachten, wie die Pflanzen wachsen, oder beim Ernten mitmachen», begründet Mirjam Strub von der Jugendarbeit Wettingen (JAW). Die Idee dazu hatte Flavio Uhlig, Jugendarbeiter in Ausbildung, vor zwei Jahren. Dank finanzieller Beiträge der Gesundheitsförderung Schweiz und tatkräftiger Mitarbeit von 12 Paten müssen die Boxbesitzer nichts bezahlen. Sie stellen lediglich den Platz sowie die Gartenpflege sicher und bekommen von der Jugendarbeit Pflegeberatung.
Die Setzlinge stammen aus der Klostergärtnerei. Umweltingenieurin Sabine Ott hat vor zwei Monaten begonnen, Samen auszusäen, um jetzt die ersten Setzlinge zu liefern. «Es müssen pflegeleichte Pflanzen sein, die sich für die Mischkultur eigenen, und es muss immer wieder etwas zu ernten geben», so Ott. Als Erstes wurden am Sonntag beispielsweise Erdbeeren, Salat, Krautstiele, Kresse, Kartoffeln, Kohlrabi, Karotten, Radieschen oder Fenchel in die Kisten gepflanzt. Immer wieder werden neue Setzlinge geliefert. «Ich bin gespannt, ob es funktioniert», sagt Ott.
Das sind auch Mirjam Strub und Flavio Uhlig, die das Projekt der Jugendarbeit leiten. Inwiefern sind die Jugendlichen im Projekt involviert? «Sie betreuen drei Kisten. Uns als Jugendarbeit geht es aber vor allem darum, der Gesellschaft zu zeigen, dass die Jugendliche sich fürs Gemeindewohl engagieren und dass sie positiv im öffentlichen Raum auftreten», so Strub. Am Sonntag ist ihnen das sicherlich gelungen: Die Jugendlichen standen hinter dem Grill und in der Festwirtschaft und haben beim Pflanzen mitgeholfen. Das Angebot zum Spielen mit Schminkecke und Pflanzenkunde für die Kleinen wurde wegen des Wetters weniger genutzt. «Doch es kamen rund 100 Personen zum Pflanzen, wir sind zufrieden», resümieren Uhlig und Strub.


