Gaming Night im Tägi
Zum zweiten Mal in der Schweiz und zum ersten Mal in Wettingen fand die «Gaming Night» statt. Rund 250 Spieler traten in der virtuellen Welt gegeneinander an.
«Normalerweise organisieren wir Anlässe für Firmen. Ein solcher Event für die Endverbraucher ist in der IT-Branche einmalig», sagt Fabian De Pasquale von der Firma Intel. Während im Ausland Veranstaltungen, an denen Computerspieler vor Ort gegeneinander antreten, seit längerem durchgeführt werden, fand die Gaming Night in der Schweiz vergangenes Jahr zum ersten Mal statt. «Diesbezüglich ist die Schweiz eher konservativ», begründet Andreas Müller von der Wettinger Elektronikfirma Medion AG, die an ihrem Stand vor allem Computer und Spezialzubehör für Gamer ausstellte.
Zusammen mit Richard Lea von Asus Switzerland und Stephan Amsler von Kingston hat De Pasquale letztes Jahr in Zürich erstmals eine «Gaming Night» durchgeführt. «Wir haben einfach ein paar PCs aufgestellt und mal ausprobiert.» Aufgrund der positiven Erfahrung hat man den Anlass heuer wieder durchgeführt, diesmal in Wettingen. «Die Lage hier im Tägerhard ist ideal», begründet De Pasquale. Knapp 250 vorwiegend sehr junge, männliche Personen spielten abwechselnd FIFA 15, GRID Autosport und Counter Strike. Wer gewann, kam in die nächste Runde, am Schluss winkten Sachpreise. Da es sich auch um ein Schiessspiel handelte, wurde die Alterslimite der Teilnehmer auf 16 Jahren festgelegt. «Leider stossen diese Spiele auf das grösste Interesse, deshalb haben wir sie ausgewählt», so De Pasquale, der sich auch der Schattenseiten bewusst ist. «Der Anlass ist allerdings äusserst friedlich, ich habe noch nie von einem Krawall gehört», so Stephan Amsler. Wie auch die anderen Organisatoren kommt er von der technischen Seite und nicht aus der Gamerszene. Für ihn steht an diesem Abend aber nicht der Profit im Vordergrund, sondern das Zusammenbringen der Leute. «Uns geht es um die Präsenz. Es wird wenig zur Technik gefragt, man merkt, dass sich die Leute auskennen», sagt Pascal Koller, der am Stand von Steg Electronics steht.
Parallel zum Turnier konnte man sich beim Fantasy-Game «League of Legends» mit Profispielern messen. Die teilweise erst 17-jährigen Profispieler, die mehrheitlich aus dem Ausland stammen und durch das Spielen reich geworden sind, spielten für einmal vor Ort mit ganz normalen Gegnern.
Über Neuheiten im IT-Bereich konnte man sich an den Ständen der Sponsoren informieren. Ihnen war es zu verdanken, dass kein Eintritt verlangt wurde. Bei Samsung konnte man sich beispielsweise eine Brille aufsetzen, die einem dreidimensional in eine andere Welt, beispielsweise ins Weltall oder nach Thailand, blicken liess. Ob und wann dieser Prototyp auf den Markt kommen wird, sei aber noch unklar.
Klar ist indessen, dass der Anlass auch nächstes Jahr wieder stattfinden wird. «Einmal im Jahr wollen wir die Gaming Night nun durchführen», so De Pasquale.








