Festredner Dieth: «Wer nicht handelt, wird behandelt»

In Wettingen gibts an der Bundesfeier viel Musik, GratisRisotto und eine Kindereisenbahn.

Einwohnerrat Hermann Steiner (r.) amüsiert sich mit seinen Kollegen.Fotos: ll Konzert der Bauernkapelle Wettingen. Die Kindereisenbahn ist jedes Jahr ein Highlight. Das Blasorchester Baden-Wettingen spielt Filmmusik. Grossratspräsident Markus Dieth bei seiner Ansprache.

Einwohnerrat Hermann Steiner (r.) amüsiert sich mit seinen Kollegen.Fotos: ll Konzert der Bauernkapelle Wettingen. Die Kindereisenbahn ist jedes Jahr ein Highlight. Das Blasorchester Baden-Wettingen spielt Filmmusik. Grossratspräsident Markus Dieth bei seiner Ansprache.

«Ich bin positiv überrascht, wie viele Leute bei dem Wetter gekommen sind», meint Andrea Meyer und fügt hinzu: «Es ist jedes Jahr etwa das Gleiche, aber das ist nicht negativ, sondern es hat sich einfach bewährt». So gibt es beispielsweise jedes Jahr die Kindereisenbahn, die für grosse Begeisterung bei den Kleinen sorgt. «Seit 1999 haben wir die Eisenbahn und seither machen wir die Bundesfeier am Mittag und nicht mehr in den Abendstunden», meint Gemeindeschreiber Urs Blickenstorfer, der den Anlass organisierte.

Ein weiteres Highlight der Bundesfeier ist das beliebte Risotto, zubereitet von den Wettinger Chuchimanne. «Sie kochen alle hobbymässig und machen jedes Jahr 1000 Portionen Risotto», so Blickenstorfer. Zudem findet jedes Jahr das «Böllerschüsse» am Lägernhang statt: Es wird elf Mal geschossen – für jeden Bezirk des Aargaus ein Schuss.

Nach dem Konzert des Blasorchesters Baden-Wettingen folgte die Festansprache von Grossratspräsident Markus Dieth unter dem Motto «Einheit in der Vielfalt». Darin fordert er die Zuhörer auf, aktiv zu sein: «Wer nicht handelt, wird behandelt», ist seine Devise. «Wettingen soll keine anonyme Vorstadt sein, denn Vertrautsein und Verbundensein ist ein wichtiger Faktor fürs Zusammenleben.», meint Dieth. Er möchte eine Umgebung, die das Alltagsgeschehen greifbar und begreifbar mache. Dabei solle man aber nicht in Lethargie verfallen und den Grundsatz verfolgen, dass man es ja sowieso nicht allen recht machen kann. Er erzählt eine kurze Geschichte und endet mit dem Fazit: «Ab jetzt tun wir das, was wir selber für richtig halten.»

Die Ansprache Dieths scheint den Besuchern zu gefallen, viele pflichten ihm bei: «Es ist wirklich so, dass man es nicht immer allen recht machen kann. Man muss immer Kompromisse machen, das ist ein sehr eidgenössischer Gedanke», bestätigt auch Hermann Steiner, der seit 20 Jahren in der Politik aktiv ist.

 

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