Einigkeit und Ständchen im Rathaus
Ohne grössere Diskussionen wurden am Donnerstag im Einwohnerrat alle Traktanden grossmehrheitlich angenommen.

Eingeleitet wurde die Einwohnerratssitzung vom letzten Donnerstag durch eine musikalische Einlage zum Geburtstag von Gemeindeammann Markus Dieth (46) und Vizeammann Heiner Studer (64). Christian Hofmann, musikalischer Leiter Musikschule Wettingen (Gitarre), und Witold Kornacki, Musiklehrer für Saxofon und Klarnette in Wettingen (Klarinette), spielten zwei gefühlvolle Duette.
Bei der Ersatzwahl eines Vizepräsidenten für den zurückgetretenen Markus Maibach (SP) wurde Joseph Wetzel (SP) einstimmig gewählt. «Es wird gleich einen Platzwechsel geben, diese Rochade findet sofort statt», so Einwohnerratspräsident Marco Kaufmann, denn Maibach gab seine Position per sofort auf, weil er im September als Gemeinderat kandidiert.
Bezüglich des Zusammenschlusses der Zivilschutzorganisationen Wettingen und Limmattal (Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos) zur Zivilschutzorgani-sation Wettingen-Limmattal per1. Januar 2014 sowie der Genehmigung des neuen Gemeindevertrags über die Zusammenarbeit im Bereich des Zivilschutzes präsentierte Markus Haas, Präsident der Geschäftsprüfungskommission, die Möglichkeiten, vielzählige Synergien zu nutzen und wie sich für alle Gemeinden erhebliche finanzielle Einsparungen ergeben: «Die Zusammenlegung zeigt einmal mehr, dass sich überregionale Zusammenarbeiten lohnen.» Die Abstimmung ergab ein einstimmiges Ja ohne Enthaltungen.
Auch das nachfolgende Traktandum «Zusammenschluss des Re-gionalen Bevölkerungsschutzes Wettingen und Limmattal (Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach, Würenlos) zum Regionalen Bevölkerungsschutz Wettingen-Limmattal sowie Genehmigung des neuen Gemeindevertrages» empfahl Haas in logischer Folge zur Annahme, und auch dieses wurde einstimmig angenommen.
Christine Meier Rey (SP) erklärte die in drei Brückenabschnitte gegliederten Bau- und Finanzierungspläne in Zusammenhang mit dem Kreditbegehren von 1195000 Franken für den Ausbau der Fuss- und Radwegverbindung «Untere Limmatbrücke Baden-Wettingen», die Wettingen und Baden gemeinsam vornehmen möchten. Der Kredit wurde am Dienstag im Einwohnerrat Baden bereits angenommen. Sowohl die FDP als auch die SVP haben bei den hohen Baukosten aufgehorcht. Die übrigen Fraktionen hiessen den Plan aber gut. «Ein lang ersehntes Projekt wird endlich realisiert und das freut die CVP sehr», so Robin Bauer. Gemeinderat Felix Feiner schloss die Diskussion mit den Worten: «Es ist ein gutes Projekt.» Das Kreditbegehren wurde mit 39 Ja bei 1 Nein und 4 Enthaltungen angenommen.
FiKo-Vertreter Jürg Baumann erläuterte die Vorgeschichte zum Kreditbegehren von 12500 Franken für die Konzepterarbeitung «Förderung der Elternbildung in der Region Baden-Wettingen». 745 Kursteilnehmer am letzten Elternbildungstag sprechen für das Interesse an diesem Angebot, berichtete Christian Wassmer (CVP). Die Nachfrage könne mit den bestehenden Strukturen fast nicht mehr abgedeckt werden. Die Fraktionen waren denn auch durchwegs positiv eingestellt, einzig dass die Konzepterarbeitung auswärts in Arbeit gegeben werde, wurde kritisiert. «Wir nehmen die Kritik auf», versprach Gemeinderätin Yvonne Feri und empfahl den Kredit zur Annahme: «Wir machen hier etwas Gutes im Sinne einer weiteren Zusammenarbeit.» Dem Kreditbegehren wurde mit 40 Ja bei 4 Enthaltungen zugestimmt.
Die Kreditabrechnung von Fr. 321421.05 für den Neubau eines Schulraum-Containers wurde einstimmig genehmigt. Das Postulat von Heinz Graf (BDP) betreffend «Ausarbeitung einer neuen Weihnachtsbeleuchtung» wurde vom Gemeinderat entgegengenommen und gleichzeitig abgeschrieben. Die Abschreibung wurde mit 43 Ja bei1 Nein angenommen.


