Einheitlicher Bevölkerungs- und Zivilschutz fürs Limmattal

Die Gemeinden Neuenhof, Killwangen und Spreitenbach spannen seit elf Jahren beim regionalen Bevölkerungsschutz und beim Zivilschutz zusammen. Seit 2004 gehört auch Würenlos dem Verbund an. Per Anfang 2014 will man sich mit Wettingen zusammenschliessen.

Die Gemeinderäte Roland Kuster aus Wettingen und Petra Kuster aus Neuenhof freuen sich auf einen allfälligen Zusammenschluss des Regionalen Bevölkerungsschutzes und der Zivilschutzorganisation. Foto: bär
Die Gemeinderäte Roland Kuster aus Wettingen und Petra Kuster aus Neuenhof freuen sich auf einen allfälligen Zusammenschluss des Regionalen Bevölkerungsschutzes und der Zivilschutzorganisation. Foto: bär

«Wir haben in der ganzen Region das gleiche Gefahrenpotenzial zu bewältigen», sagt Petra Kuster. Die Neuenhofer Gemeinderätin mit Ressort Sicherheit erachtet es deshalb als sinnvoll, die Zusammenarbeit der vier bisherigen Gemeinden um die Gemeinde Wettingen zu erweitern. Grundsätzlich wären die beiden jetzigen Organisationen in der Lage, eigenständig weiter zu operieren. «Mit dem neuen Verbundsystem würden aber alle gewinnen», doppelt der Wettinger Gemeinderat Roland Kuster nach. Einerseits könne man Kosten sparen und andererseits vom Wissen profitieren.

Der Wettinger Einwohnerrat wird Mitte Mai über die Vorlage abstimmen, der Souverän in Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos an der Sommergmeind.

Stimmt der Souverän der Zusammenlegung der beiden Zivilschutzorganisationen Wettingen und Limmattal zu, würde die Organisation ab 1. Januar 2014 ZSO Wettingen-Limmattal heissen. Als Leitgemeinde wurde die Gemeinde Wettingen bestimmt. «Der Ausschlag dafür war einerseits die Grösse Wettingens und andererseits die Erfahrung, die Wettingen bei der Zusammenlegung der Polizei und bei der Organisation des regionalen Führungsorgans im Katastrophenfall gesammelt hat», begründet die Neuenhofer Gemeinderätin Petra Kuster Gerny. Geführt würde die ZSO Wettingen-Limmattal von Hans R. Matter, dem heutigen Kommandanten der Zivilschutzorganisation Limmattal. Der Wettinger Kommandant Kurt Riner wird pensioniert. Auch aufs übrige Personal hätte die Zusammenlegung Folgen: Es würde neu von der Gemeinde Wettingen angestellt. «Es wird aber zu keinen Kündigungen oder Lohneinbussen kommen», sagt Roland Kuster.

Als Folge dieser Zusammenarbeit und im Sinne der geltenden Rechtsordnung sollen auch die Bevölkerungsschutzregion Wettingen Limmattal und das Regionale Führungsorgan Wettingen-Limmat- tal gemeinsam geführt werden.

Die Zusammenschliessung wird von der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz befürwortet. Auch der Kanton unterstütze diese Lösung ausdrücklich, sagt der Wettinger Gemeindeammann Markus Dieth. Da sich der Kanton bei der Materialbeschaffung jeweils an den Kosten beteiligt, könnte auch er durch die Zusammenschliessung Geld sparen.

Die Pro-Kopf-Ausgaben würden durch den Zusammenschluss für alle fünf Gemeinden auf durchschnittlich Fr. 15.15 sinken. Im Vergleich zu anderen, ähnlich grossen Organisationen im Kanton Aargau, liege man damit rund 30% tiefer.

Weitere Artikel zu «Wettingen», die sie interessieren könnten

Kajütenbetten im Inneren des Bauwagens. zVg
Wettingen15.07.2026

«Mahnmal» vor dem Pflegeheim

Mit einem Bauwagen machte die Stiftung Sonnmatt auf das abgelehnte Baugesuch für den Erweiterungsbau aufmerksam.

Leser Paul von Matt schickte der Redaktion…

Kommandant Oliver Gross (l.) erhält den Schlüssel von Ammann Markus Haas.
Wettingen08.07.2026

Am «Fäscht» neues TLF eingeweiht

Nach Verzögerungen war es am «Wettiger Fäscht» endlich so weit: Das neue Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Wettingen konnte eingeweiht und vorgestellt werden.

Markus Haas «bestreitet» sein erstes «Wettiger Fäscht» als Ammann.awa
Wettingen08.07.2026

Die 51. Ausgabe war ein voller Hit

Das «Wettiger Fäscht» ist vorbei: Was bleibt gemäss OK-Präsident Silvan Möhl, ist das Gefühl von Stolz, Dankbarkeit und Gemeinschaft.

Konzerte, unzählige…