Eine Pionierin wird 50 Jahre alt
Am Samstag durfte die Heilpädagogische Schule (HPS) Wettingen auf ihr 50-jähriges Bestehen zurückblicken und feierte dies mit einem gut besuchten Tag der offenen Tür.

Den offiziellen Teil des 50-Jahr-Jubiläums bestritten die Festredner Alex Hürzeler, Landammann, Heiner Studer, Vizeammann, und Kirsten Ernst, Schulpflegerin. In seiner Eröffnungsrede zeigte sich Hürzeler beeindruckt von der guten Schulbildung, die den 120 Schülerinnen und Schülern der HPS in einem fördernden Umfeld zuteil werde. Und er lobte die HPS dafür, dass sie bei der Gründung 1963 eine Pionierarbeit im Kanton übernommen habe. Mit der Schaffung dieser Institution habe man auch den Grundstein dafür gelegt, dass später die arwo ins Leben gerufen werden konnte.
Vizeammann Heiner Studer freute sich ob der Tatsache, dass man sich 1962 politisch schnell einig gewesen sei, dass es das Projekt HPS brauche. Und dies, obwohl andere politische Themen jeweils ganz andere Wellen schlagen würden – früher und heute.
Schulpflegerin Kirsten Ernst verglich die HPS mit einem Kompetenzzentrum, ohne das die Schullandschaft farbloser und ärmer wäre. Sie strich in ihrer Rede die ganzheitliche Förderung als grossen Pluspunkt hervor, die den Schülern eine grosse Autonomie ermögliche.
Zoé sitzt am Tisch und legt farbige Klötze – nach einer Mustervorlage – in einen Holzkasten. «Das gefällt mir», sagt die 7-Jährige, die die HPS besucht. Gefallen findet auch die Schale, die mit Sand gefüllt ist, bei Gross und Klein. Mit einem Rechen kann man Muster darin ziehen. «Kindern mit einer Schreibhemmung hilft dieses Instrument, um Blockaden abzubauen», sagt Brigitta Leutwyler, pädagogische Mitarbeiterin. So könne man sie auf spielerische Art abholen.
Das Spielerische kam auch bei Rahel Meier aus Döttingen gut an. «Das letzte Mal habe ich wohl vor zehn Jahren mit Lego gespielt», meint sie lachend. Dann platziert sie die beiden letzten Steine aufs Lego-Boot und pflanzt als Krönung das Lego-Männchen hinter das Steuer.
Der Tag der offenen Tür wurde unter anderem von der Insieme- Musig-Band, mit Clowneinlagen, Kinderschminken, einem Postenlauf sowie Begegnungsmöglichkeiten mit Tieren umrahmt.


