Drei zu null bei Captain-Premiere

Am 18. Juli wurde der Wettinger Land- hokeyaner Patrick Müller, der beim Club an der Alster Hamburg verpflichtet ist, zum Mannschaftscaptain der Schweizer Nationalmannschaft bestimmt.

Patrick Müller beim Training. Foto: cf
Patrick Müller beim Training. Foto: cf

Für den 23-jährigen Wettinger hätte es nicht besser starten können. Just nach seiner Wahl zum Mannschaftscaptain der Schweizer Nationalmannschaft im Landhockey schoss sein Team am selben Abend in Luzern im Länderspiel gegen Italien drei Tore. Die Gäste hingegen konnten keine Treffer verzeichnen. «Dies gelang uns erst noch mit einer neuen Aufstellung», zeigt sich der frisch- gebackene Captain erfreut. Es sei schon anders, in dieser Funktion auf dem Platz zu stehen. «Man führt eine Mannschaft an, muss das Team motivieren können und man steht plötzlich im Rampenlicht», skizziert der Captain die neue Herausforderung. Umso mehr freut ihn der Erfolg, den er gleich am ersten «Arbeitstag» verzeichnen durfte. Jetzt gilt es, das junge Schweizer Team für die Europameisterschaft in Lausanne, die im August über die Bühne geht, fit zu machen.

Im Moment ist Spielen in der untersten Klasse angesagt. Das soll sich im August ändern. «Unser Ziel ist ganz klar, die mittlere Dimension zu erreichen», sagt Müller.

Nicht nur mit der Schweizer Nationalmannschaft hat der Wettinger grosse Pläne, sondern auch bei seinem deutschen Verein. Im August 2011 brach Müller seine Zelte in der Schweiz ab, um beim Erfolgsclub in Hamburg einzusteigen. Das erste Jahr lief gut für ihn, wurde er doch gleich als Stammspieler verpflichtet. Das zweite Jahr war von Verletzungen an den Knien geprägt, die ihn für 14 Monate lahmlegten. «In dieser Zeit habe ich einiges gelernt, etwa, dass man auf seinen Körper hören muss.» Trotzdem will er in dieser Saison alles geben, damit sein Club wieder zum besten in Deutschland wird. Einmal mit seinem Club Deutscher Meister zu werden, das wäre schon ganz nach dem Geschmack des 23-Jährigen.

In Hamburg hat sich das Jungtalent gut eingelebt. Er absolviert neben seinem sportlichen Engagement eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann. Die spärliche Freizeit verbringt er gerne mit seiner Hamburger Freundin Lara, die ebenfalls Landhockey spielt. Aber auch sportliche Treffs mit Kollegen oder ausserhalb der Saison mal ein Grillplausch liegen durchaus drin. «Zudem schaue ich mir gerne andere Sportarten live an, so beispielsweise das Spiel von Roger Federer gegen Daniel Brands beim Turnier am Rothenbaum in Hamburg.

Sport hat Müller schon von Kindsbeinen an interessiert, wohl auch deshalb, weil er jeweils seinen Vater Kurt Müller (Betriebsleiter beim Tägi Wettingen und ehemaliger Trainer beim HC Rotweiss Wettingen) zu den Spielen begleitet hat. Aktiv Landhockey spielt Patrick Müller seit seinem 4. Lebensjahr. Und es gefällt ihm nach wie vor.

Ein Wunschziel würde er gerne noch erreichen, genauso wie sein «Vorbild» Sebastian Biederlack: «Den Weltmeistertitel und alles andere holen, was es zu holen gibt, das wär schon was.» Wenn der Wettinger so weitermacht wie bisher, dürfte das durchaus ein erreichbares Ziel sein.

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