Der Entwicklung einen Schritt voraus

Vor Kurzem haben die Baden-Regio-Gemeinden das Regionale Entwicklungskonzept (REK) fertiggestellt. Es stellt eine Absichtserklärung dar und tritt ab sofort in Kraft.

Informierten über das Regionale Entwicklungskonzept (v.l.): André Zoppi, Gemeindeammann Würenlingen, Silvio Caneri, Gemeindeammann Fislisbach, Valentin Schmid, Gemeindeammann Spreitenbach, Fritz Fischer, Geschäftsführer Baden Regio, Dunja Kovár
Informierten über das Regionale Entwicklungskonzept (v.l.): André Zoppi, Gemeindeammann Würenlingen, Silvio Caneri, Gemeindeammann Fislisbach, Valentin Schmid, Gemeindeammann Spreitenbach, Fritz Fischer, Geschäftsführer Baden Regio, Dunja Kovári, Planungsleiterin Baden Regio, Markus Dieth, Gemeindeammann Wettingen, und Silvia Schorno, Mitglied Geschäftsleitung Baden Regio. Foto: ska

Das Dokument diene als Vorgabe für die zukünftige räumliche Entwicklung der Region und soll Ressourcen bündeln und neue Qualitäten schaffen, wie Planungsleiterin Dunja Kovári erklärte. Denn, da sind sich alle einig: «Es gibt einen wahnsinnigen Entwicklungsdruck auf die Region.»

Was im Gebiet von Baden Regio fehle, seien vor allem junge Leute. Für Familien und Junge sollendaher vermehrt Möglichkeiten geboten werden, um der Über-alterung entgegenzuwirken. Der prognostizierte Bevölkerungszuwachs bis 2030 beträgt innerhalb von Baden Regio 20000 Einwohner. Um einer Zersiedelung entgegenzuwirken und damit die Infrastruktur im Wohn- und Arbeitsraum weiterhin funktioniert, braucht es vorausschauende Planung und Grundlagen, auf denen Entscheidungen gefällt werden. Aber auch eine Aufwertung der Landschaft als Standortqualität darf nicht zu kurz kommen. Diese Vorgaben liegen nun im REK vor.

«Die eigentliche Vision sieht eingeteilte Raumgruppen vor, wo das Wachstum vonstattengehen soll. Der Grossteil soll in den Zentrumsgebieten geschehen – stets unter Wahrung der Qualität», erklärte Kovári. Konkret ist damit eine Verdichtung in bestehenden Städten und Dörfern gemeint, in denen die Infrastruktur bereits einen guten Stand hat, z.B. die öV-Anbindung. Strassen sollen künftig auch vermehrt Lebensraum darstellen, sollen gestaltet und gepflegt werden. Gerade Velowege müssen gut geplant sein.

Die Hauptzentren von Baden Regio stellen Baden und Wettingen dar, mit Spreitenbach als einem Nebenzentrum, das ständig an Bedeutung gewinnt und auch gestärkt werden soll. Baden Regio beinhaltet 20 Gemeinden. Alle Dorfzentren sollen künftig attraktiv gestaltet und aufgewertet werden und zur Attraktivität der Region beitragen.

Daneben kommt aber auch die Natur nicht zu kurz, denn das sogenannte «blaue Band» ist ein starkes Standortmerkmal und als Naherholungsgebiet von grosser Bedeutung. Die Erarbeitung von Freiraumkonzepten zur Sicherstellung von siedlungsnahen Landschafts- und Gewässerräumen mit grosser Landschafts-,Naherholungs-, und Freizeitqualität ist ein wichtiger Punkt im REK. «Das nehmen wir sehr ernst und es ist zum Teil bereits in Umsetzung», so Kovári.

Am 20. Dezember erfolgt die Eingabe bezüglich der Siedlungsentwicklung durch Baden Regio beim Kanton.

Das REK steht zum Download zur Verfügung unter www.baden-regio.ch.

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